Änderung http://www.buchhalterprofi.de/taxonomy/term/244 de Neues bei den Sozialversicherungen: das müssen Sie für die Lohn- und Gehaltsabrechnung wissen http://www.buchhalterprofi.de/node/148 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Neues bei den Sozialversicherungen: das müssen Sie für die Lohn- und Gehaltsabrechnung wissen</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Mit jedem neuen Jahr kommen neue Herausforderungen durch verschiedene Gesetzesänderungen auf die Buchhaltung zu. So müssen 2015 einige Neuregelungen bei den Sozialabgaben berücksichtigt werden. Neben neuen Beitragssätzen bei Pflege-, Renten- und Krankenversicherung, ändern sich Beitragsbemessungs- und Jahresarbeitsentgeltgrenzen. Was sollten Sie wissen, damit bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung Ihrer Mitarbeiter alles seine Richtigkeit hat?</p> <h3>Die Neuerungen 2015 im Überblick</h3> <p>Leider bringt auch das neue Jahr nicht wirklich viel Positives mit sich. Denn obwohl der Rentenversicherungsbeitrag um 0,2 Prozent auf 18,7 Prozent gesenkt wird, steigt die Pflegeversicherung von 2,05 auf 2,35 Prozent. Bei der Verteilung ändert sich nichts. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen diese jeweils zur Hälfte. Lediglich in Sachsen ist keine Gleichverteilung gegeben. Hier übernimmt der Arbeitgeber bei der Pflegeversicherung 0,675 % im Gegensatz zu 1,675 % in den anderen Bundesländern.</p> <p>Darüber hinaus, werden Beitragsbemessungs- und Jahresarbeitsentgeltgrenzen angehoben, was zur Folge hat, dass vielen Arbeitnehmern weniger vom Bruttolohn bleibt, als im vergangenen Jahr. Vor allem Besserverdiener sind dadurch betroffen, denn nun wird ein größerer Teil ihres Geldes beitragspflichtig.</p> <p>[table id=6 /]</p> <p>Nachteilig wirken sich die gesetzlichen Neuerungen für Besserverdiener auch in Bezug auf die Jahresarbeitsentgeltgrenze aus. Wer letztes Jahr noch entscheiden konnte, ob er sich privat oder gesetzlich krankenversichern möchte, dem kann 2015 passieren, dass er nun versicherungspflichtig wird.</p> <p>[table id=7 /]</p> <p>Ob ein Arbeitnehmer diese Grenzen überschreitet, müssen Arbeitgeber nicht nur am Jahresende im Blick haben, sondern auch bei Neueinstellungen und Gehaltsänderungen. Überschreitet der Lohn eines Mitarbeiters diese Grenze, sollten Sie ihn darauf hinweisen, dass er nun auch Mitglied bei einer privaten Krankenversicherung werden kann. Auch wenn er sich nun privatversichert, müssen Sie unabhängig von der Höhe des Beitragssatzes Ihres Arbeitnehmers maximal den Höchstbetrag (also 7,3 % von 4.125 € = 301,13 €) bezahlen.</p> <h3>Einführung der Beitragssatzautonomie</h3> <p>Eine weitere wichtige Neuerung ist die Festschreibung des allgemeinen Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung bei 14,6 % und des ermäßigten Satzes bei 14,0 %. Damit die Kassen dennoch genug Geld erwirtschaften können, dürfen sie nach eigenem Ermessen einen individuellen Zusatzbeitrag erheben. Dieser beträgt durchschnittlich 0,9 Prozent und darf von den Krankenkassen sowohl über- als auch unterschritten werden.</p> <p>Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bedeuten diese Neuerungen folgendes: Der allgemeine Beitragssatz wird wie bei den anderen Sozialversicherungen gehälftet. Den Zusatzbeitrag trägt der Arbeitnehmer allein. Seine Höhe ist davon abhängig, bei welcher Krankenkasse er versichert ist. So beträgt er zum Beispiel bei Barmer-GEK und DAK-Gesundheit 0,9 %, bei Techniker Krankenkasse 0,8 % und die Metzinger BKK erhebt gar keinen Zusatzbeitrag.</p> <p>Beispiel Krankenversicherungsbeiträge 2014 und 2015:<br /> [table id=8 /]</p> <h3>Was Sie bei der Lohnabrechnung nun beachten müssen</h3> <p>Den kassenindividuellen Beitragssatz müssen Sie ebenso wie den Krankenversicherungsbeitrag gleich bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung berücksichtigen. Beachten Sie auch, dass Sie diesen im monatlichen Beitragsnachweis für die Krankenkassen angeben müssen. Damit Sie bei den vielen neuen Zahlen den Überblick nicht verlieren, beziehen die meisten Lösungen für Lohn- und Gehaltsabrechnungen die gesetzlichen Neuregelungen automatisch mit ein. Programme, zum Beispiel von <a href="http://www.lexware.de/">Lexware</a>, erleichtern Ihnen außerdem durch das Einrichten und Verwalten von Mitarbeiter-Stammdaten, ebenso wie die Erstellung von Lohnsteueranmeldungen und Beitragsnachweisen, Ihnen Lohn- und Gehaltsabrechnung selbst von einer größeren Anzahl Arbeitnehmer. Über die einzelnen Beiträge Ihrer Mitarbeiter müssen Sie sich jedoch oft selbst informieren, denn nicht bei jeder Abrechnungssoftware erfolgt ihre Ermittlung automatisch.</p> <h3>Fazit</h3> <p>Die Änderungen bei der Krankenversicherung werden Sie noch einige Zeit beschäftigen, weil nun viele Versicherte über einen Wechsel nachdenken werden. Weisen Sie Ihre Mitarbeiter auf Ihr Sonderkündigungsrecht hin und machen Sie darauf aufmerksam, dass Sie umgehend über einen Wechsel informiert werden müssen. Besitzt Ihre Abrechnungssoftware kein Modul zur automatischen Bestimmung der Krankenkassenbeiträge, müssen Sie sich über die verschiedenen kassenindividuellen Zusatzbeiträge selbst informieren oder Ihre Mitarbeiter danach fragen.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Mo., 02.02.2015 - 16:45</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=148&amp;2=comment&amp;3=comment" token="vmyEvyDHkO205FAqZmhHSW9Hd66MZmekRfQSoDC8gk0"></drupal-render-placeholder> </section> Mon, 02 Feb 2015 15:45:09 +0000 Thilo Klemm 148 at http://www.buchhalterprofi.de Gutschriften – Änderung in 2013 http://www.buchhalterprofi.de/node/139 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Gutschriften – Änderung in 2013</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Wer kennt das nicht – ein Kunde bestellt Ware und erhält eine Rechnung. Aufgrund einer Reklamation gibt er einen Teil der Ware zurück oder es wird ein Preisnachlass vereinbart. Über die Differenz wird eine Gutschrift erstellt. Diese simple und gängige Belegart „Gutschrift“ hat sich nun der Gesetzgeber unter die Lupe genommen, und Unsicherheit und Verwirrung im Umsatzsteuerbereich geschaffen. Das Wort „Gutschrift“ darf künftig für diese Geschäftsabläufe nicht mehr verwendet werden.</p> <h3>Die gesetzliche Änderung</h3> <p>Mit dem Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz (AmtshilfeRLUmsG), das im Juni 2013 verabschiedet wurde, ist eine Änderung im Umsatzsteuergesetz in Kraft getreten. Im §14 UStG sind auch bisher schon die Voraussetzungen über den Rechnungsinhalt festgelegt, damit die Vorsteuer abzugsfähig ist. Nun wurde dieser Abschnitt um die Nr. 10 erweitert, in der es heißt: „… in den Fällen der Ausstellung der Rechnung durch den Leistungsempfänger oder durch einen von ihm beauftragten Dritten … die Angabe „Gutschrift”“</p> <h3>Was ist nun eine Gutschrift?</h3> <p>Um die genaue Bedeutung und die Auswirkung auf die Rechnungslegung zu verstehen, muss man sich erst im Klaren sein, welcher Vorgang denn damit gemeint ist.</p> <p>Die Vorschrift bezieht sich auf den Beleg, den der Leistungsempfänger ausstellt. Der Kunde erstellt dem Lieferanten oder einem Dritten eine Gutschrift, statt der herkömmlichen Rechnung. Diesen Vorgang findet man in vielen Bereichen, etwa wenn dem Handelsvertreter über die Provision eine Gutschrift erstellt wird. Auch viele große Firmen sind dazu übergegangen, Gutschriften über die empfangenen Leistungen zu erstellen, statt Eingangsrechnungen abzuwarten.</p> <p>In Klartext bedeutet die Gesetzesänderung, dass solche Belege – also Abrechnungen, die der Kunde dem Lieferant oder einen Dritten ausstellt – das Wort „Gutschrift“ enthalten muss, damit der Aussteller zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. Soll der Beleg einem Unternehmen im Ausland zugestellt werden, könnte die Bezeichnung auch „self billing invoice“ lauten. Leider gehen hierzu die Meinungen bereits auseinander. Aufgrund der derzeitigen Unsicherheit raten einige Fachleute trotzdem das Wort „Gutschrift“ – evtl. in Klammern gesetzt – anzufügen. Es ist voraussehbar, dass bei Betriebsprüfungen genau geprüft wird, ob gerade in der Anfangszeit der Gesetzesänderung diese Vorschrift eingehalten wurde. Falls nicht können empfindliche Nachzahlungen die Folge sein.</p> <h3>Was ist nun mit der „klassischen“ Gutschrift?</h3> <p>Die Gutschrift, die aufgrund Reklamationen oder Wertberichtigungen ausgestellt wird, ist keine Gutschrift im Sinne dieses Gesetzestextes. Experten schlussfolgern daraus, dass das Wort „Gutschrift“ dafür nicht mehr verwendet werden darf. Vielmehr sollte der Beleg als „Rechnungskorrektur“, „Rechnungsberichtigung“ oder ähnliches bezeichnet werden. Das schafft sicherlich erst einmal Verwirrung und Erklärungsbedarf beim Empfänger des Beleges.</p> <p>Es gibt auch Beiträge von Fachleuten, die diese strikte Auslegung des Gesetzestextes nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich ist die Gesetzesänderung noch so jung, dass hierzu noch keine verbindliche Aussage getroffen werden kann. Letztendlich werden wohl BFH-Entscheidungen die genauen Auslegungen zeigen.</p> <h3>Wie soll jetzt verfahren werden</h3> <p>Um sicher zu sein, dass nach Jahren keine unliebsamen Steuernachzahlungen folgen,</p> <ul><li><u>müssen</u> Belege, die der Kunde dem Lieferanten bzw. einen Dritten ausstellt, das Wort „Gutschrift“ enthalten,</li> <li><u>sollten</u> Belege, die typische Rechnungskorrekturen, Preisnachlässe, Warenrückgaben sind, nicht mehr als „Gutschrift“ sondern als Rechnungsberichtigung oder Rechnungskorrektur bezeichnet werden.</li> </ul></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Mo., 16.09.2013 - 16:34</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=139&amp;2=comment&amp;3=comment" token="REh-0mTL7BHRnYDupBf9kgDOKL8azQOfgWXBk68r2Cw"></drupal-render-placeholder> </section> Mon, 16 Sep 2013 14:34:11 +0000 Thilo Klemm 139 at http://www.buchhalterprofi.de http://www.buchhalterprofi.de/node/139#comments Änderungen 2013 – auf dies müssen Sie achten http://www.buchhalterprofi.de/node/114 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Änderungen 2013 – auf dies müssen Sie achten</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Nachdem sich die Gesetzgeber Ende 2012 nicht auf die Einzelheiten des seit langem geplanten Jahressteuergesetzes einigen konnten, stehen viele – mehr oder weniger wichtige – Änderungen immer noch offen. Es bleibt wohl abzuwarten, wann und ob hier Einigung zu verschiedenen Punkten erreicht wird.</p> <p>Obwohl diese große „Welle“ erst einmal verebbt ist, wurden dennoch zahlreiche Gesetzesänderungen verabschiedet, die sich steuerlich für den Einen oder Anderen auswirken.</p> <h3>ElStAM – nun ist sie da, die „elektronische Lohnsteuerkarte“</h3> <p>Nach langen Vorbereitungen wird die sogenannte „elektronische Lohnsteuerkarte“ endgültig in diesem Jahr eingeführt. Langsam und in Abstimmung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, soll das passieren; zu groß ist das Risiko, dass Arbeitnehmer aufgrund falsch übermittelter Lohnsteuerabzugsmerkmale am Monatsende eine falsche Lohnabrechnung und eventuell zu wenig Geld erhalten.</p> <p>Die Arbeitgeber können selbst wählen, wann sie beginnen wollen, mit den ElStAM zu arbeiten. Der Dezember muss allerdings mit den elektronischen Daten abgerechnet werden. Der Arbeitgeber meldet sich, nachdem er sich dazu entschieden hat damit zu arbeiten, auf dem elektronischen Weg bei der Finanzbehörde und fordert die Lohnsteuerdaten für seine Arbeitnehmer an. Diese erhält er ebenfalls auf dem elektronischen Weg binnen 5 Tage zurück. Der Arbeitgeber hat die Verpflichtung, monatlich eine Abfrage beim Finanzamt zu stellen, ob sich hinsichtlich dieser Steuermerkmale eine Veränderung ergeben hat.</p> <h3>Elektrofahrzeuge werden stärker gefördert</h3> <p>Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, in Bezug auf Elektrofahrzeuge eine herausragende Stellung im internationalen Vergleich zu erreichen. Aus diesem Grund wurde die steuerliche Förderung von Elektrofahrzeugen ausgeweitet und verlängert. Kamen in der Vergangenheit lediglich Elektro-PKW´s in den Genuss einer Steuerbefreiung, so wurde diese Einschränkung nun aufgehoben und auf alle Fahrzeugklassen ausgedehnt. Über diese Steuervergünstigung können sich nun Inhaber solcher Fahrzeuge 10 Jahre, statt vorher 5 Jahre freuen.</p> <p>Als zusätzlicher Bonus greift diese Steueränderung für Erstzulassungen ab 18.05.2011.</p> <h3>Spendennachweise – ab 2013 einfacher</h3> <p>Die Voraussetzung, Spenden steuerlich geltend zu machen, ist unter anderem daran gebunden, dass eine entsprechende Spendenbescheinigung vom Spendenempfänger vorliegt. §50 EStDV wurde bereits seit einigen Jahren dahingehend geändert, dass das Verfahren in einigen Fällen vereinfacht werden kann. Für Beträge bis 200 € reicht neben dem Barbeleg auch der Kontoauszug, wenn daraus der Spender und der Zahlungsempfänger eindeutig hervorgeht. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass Zahlungsempfänger den entsprechenden Nachweis elektronisch an die Finanzbehörden senden.</p> <p>Diese Möglichkeit des vereinfachten Zahlungsnachweises wurde nun ausgeweitet. Für den Spender entfällt nun das Sammeln und Einreichen der Belege.</p> <h3>Vereinfachung bei der Veranlagung von Ehepartner</h3> <p>Gab es in der Vergangenheit die Zusammenveranlagung und die getrennte Veranlagung, so wurde letztere ab 2013 durch die Einzelveranlagung abgelöst. Diese wird nun unterschieden in Grundtarif, „Verwitweten-Splitting“ und „Sonder-Splitting“.</p> <p>Darüber hinaus können die Veranlagungsarten von den Eheleuten nach dem Eintritt der Unanfechtbarkeit des Steuerbescheides nicht mehr geändert werden. Dies war bis 2013 nicht so. Ein Wechsel war weit über diesen Zeitraum hinaus noch mehrfach möglich.</p> <h3>Steuerberatergebühren werden erhöht</h3> <p>Die Kosten, die Steuerberater für Ihre Leistungen berechnen dürfen, sind in der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) geregelt. Diese wurde 1998 zuletzt angepasst, weshalb eine Änderung durchaus nachvollziehbar ist. Die Veränderungen sind unterschiedlich hoch. Laut Aussage der Behörden muss mit einer Erhöhung von durchschnittlich 5% gerechnet werden.</p> <h3>Und einiges steht noch offen …</h3> <p>Nachdem das Jahressteuergesetz, wie bereits oben erwähnt, Ende 2012 im Bundesrat gescheitert war, stand Mitte Januar nun endgültig fest, dass auch der eingesetzte Vermittlungsausschuss keine Einigung herbeiführen konnte.</p> <p>Die Regierung versucht nun, einige Gesetze in separaten Verfahren durchzusetzen, um zumindest sehr wichtige, oder eher einfache oder lediglich bürokratische, Veränderungen auf den Weg zu bringen. Es bleibt also abzuwarten, was in 2013 noch an Gesetzesänderungen verabschiedet wird.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Di., 05.02.2013 - 15:40</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=114&amp;2=comment&amp;3=comment" token="M_b41FhfcGGV_51pqf4pLN8DiPzm8PwIWBx7oPidUEw"></drupal-render-placeholder> </section> Tue, 05 Feb 2013 14:40:56 +0000 Thilo Klemm 114 at http://www.buchhalterprofi.de http://www.buchhalterprofi.de/node/114#comments Neuerung in der Lohnbuchhaltung ab 2013 http://www.buchhalterprofi.de/node/113 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Neuerung in der Lohnbuchhaltung ab 2013</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Wie jedes Jahr, wurden auch für 2013 wieder einige steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Veränderungen beschlossen. Der Gesetzgeber hat sich zwar bei einigen Themen Ende des Jahres 2012 nicht mehr fristgerecht entscheiden können, einiges wurde jedoch mittlerweile aufgeholt. Die wichtigsten Punkte hinsichtlich der Lohnbuchhaltung sollen hier zusammengefasst werden.</p> <h3>ElStAM – jetzt geht’s (endlich) los</h3> <p>Die Ablösung der Lohnsteuerkarte durch die ElStAM wird nun endgültig im Jahr 2013 umgesetzt. Den Arbeitgebern wird die Möglichkeit gegeben, selbst zu entscheiden, wann Sie mit dem elektronischen Verfahren beginnen wollen. Als spätester Termin gilt die Abrechnung Dezember 2013.<br /> Die Finanzbehörden raten davon ab, gleich im Januar umzustellen. Gleichzeitig sollte man keinesfalls bis Ende des Jahres warten. Wann der beste Zeitpunkt ist, sollte jeder selbst entscheiden. Auf jeden Fall ist eingehend zu prüfen, welche Vorarbeiten durchgeführt werden müssen, z.B. Stammdaten abgleichen, Mitarbeiter informieren, Mitarbeiter unterstützen, falsche ElStAM zu korrigieren etc., und wann mit diesen Vorarbeiten begonnen werden kann. Es besteht sogar die Möglichkeit einer gestreckten Einführung der ElStAM. Gute Informationen und Vorbereitung ist hier sicherlich ein wichtiger Teil zu einem möglichst reibungslosen Ablauf.</p> <h3>Mini- und Midi-Jobs – neue Grenze und Übergangsregelungen</h3> <p>Die Minijobgrenze wird von 400 auf 450 € angehoben. Gleichzeitig wird die Rentenversicherungspflicht eingeführt, so dass die Arbeitnehmer 3,9% des Rentenversicherungsbeitrages selbst bezahlen müssen. Da im gleichen Zug die Mindestbemessungsgrundlage von 155 € auf 175 € angehoben wird, wird diese RV-Pflicht vor allem für die Arbeitnehmer richtig teuer, die weniger als 175 € verdienen. Die Arbeitnehmer haben allerdings die Möglichkeit, sich von dieser Pflicht befreien zu lassen. Das neue Recht gilt jedoch nur für neue Arbeitsverhältnisse, und für bestehende Beschäftigungen, bei denen sich Veränderungen ergeben haben.</p> <p>Die Verdienstgrenze für die sogenannten Midi-Jobs, also Arbeitsverhältnisse die in der Gleitzone abgerechnet werden, wurden ebenfalls angehoben. Künftig gilt für neue Beschäftigungsverhältnisse die neue Grenze zwischen 450 € und 850 €. Außerdem wurde eine neue Gleitzonenformel entwickelt. Bestehende Arbeitsverhältnisse mit einem Verdienst zwischen 400 € und 450 € bleiben weiterhin SV-pflichtig, und werden mit einer extra Gleitzonenformel abgerechnet. Arbeitnehmer können die Anwendung der neuen Gleitzonenformel beantragen und sich von einzelnen Sozialversicherungszweigen – außer von der Rentenversicherung – befreien lassen.</p> <p>Die Übergangsregelungen für die bereits bestehenden und unverändert weitergeführter Mini- und Midi-Jobs gelten bis Ende 2014.</p> <h3>Berufsgenossenschaft – es wird genauer kontrolliert</h3> <p>Bereits seit einigen Jahren ist geplant, dass die jährlichen Papier-Lohnnachweise an die Berufsgenossenschaften abgelöst, und durch die zusätzlich eingeführten Daten bei den DEÜV-Meldungen an die Krankenkassen ersetzt werden sollen. Allerdings sind die Meldesummen nach wie vor erheblich niedriger als die abgegebenen Jahresmeldungen. Analysen haben ergeben, dass die Hauptursache dafür Meldungen mit unrichtigen Mitgliedsnummern, und Meldungen mit einem Betrag von Null Euro abgegeben werden.</p> <p>Um dies künftig einzugrenzen, wurde ab Dezember ein neuer Prüfprozess eingeführt. Künftig wird bei den DEÜV-Meldungen die Echtheit der Mitgliedsnummer geprüft. Beim Versenden wird geprüft, ob die Mitgliedsnummer tatsächlich existiert. Somit kann zwar nicht vermieden werden, dass Meldungen unter fremden Mitgliedsnummern abgegeben werden, aber es werden zumindest Pseudo-Nummern herausgefiltert.</p> <p>Zusätzlich können Meldungen nur noch unter bestimmten Gründen mit einem Betrag von 0,- € abgegeben werden. Es stehen verschiedene Codes zur Verfügung, die bei einer O €–Meldung mit angegeben werden müssen.</p> <h3>Mehrfachbeschäftigungen – mehr Informationsaustausch</h3> <p>Mehrfachbeschäftigungen werden immer mehr zu einem wichtigen Thema in der Lohnbuchhaltung. Dieses Thema wurde bereits 2012 mit dem eingeführten Meldegrund 58 aufgegriffen. Arbeitgeber haben für Arbeitnehmer, die mehrere Beschäftigungsverhältnisse haben, monatlich eine Meldung mit dem Grund 58 abzugeben. Wird diese Meldung nicht abgegeben, erhält der Arbeitgeber im Zuge des Rückmeldeverfahrens von der Krankenkasse einen Hinweis, dass eine Mehrfachbeschäftigung vorliegt und künftig eine entsprechende Meldung abzugeben ist.</p> <p>Nun wurde das Ganze noch erweitert. Künftig ist bei dieser Meldung der voraussichtliche Jahresverdienst mit anzugeben. Diese Angabe wird verwendet, um zu prüfen, ob die Gleitzonenberechnung weiterhin angewendet werden darf, und wenn ja, ob und in welcher Höhe ein Fremdverdienst beim Gleitzonenfaktor zu berücksichtigen ist. Außerdem soll durch die Zusammenrechnung von zwei oder mehreren Beschäftigungen geprüft werden, ob gegebenenfalls die Beitragsbemessungsgrenze überschritten wird.</p> <p>Die Rückmeldungen der Krankenkassen können also ab 2013 direkten Einfluss auf die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge haben. Der Verpflichtung, diese Rückmeldungen einzulesen und zu verwenden, kann sich nun keiner mehr entziehen.</p> <h3>EEL + AAG – elektronische Meldung ist Pflicht</h3> <p>Obwohl bereits seit zwei Jahren die Pflicht besteht, sowohl die Bescheinigungen an die Krankenkassen, als auch die Umlageerstattungsanträge ausschließlich elektronisch zu versenden, gab es in der Vergangenheit immer wieder Probleme. Diese bestehen sowohl von Seiten der Krankenkassen, als auch von Seiten der Arbeitgeber bzw. deren eingesetzte Software. Mancher hat auf die alte bewährte Papierform zurückgegriffen, was statistisch gesehen, auch zu wesentlich weniger Nachfragen als die elektronische Form geführt hat.</p> <p>Das Verfahren wurde weiter verbessert, so dass mittlerweile eigentlich alle Krankenkassen in der Lage sein sollten, die Meldungen zu lesen. Sollte eine Lohnsoftware die Meldungen nicht versenden können, steht jedem Arbeitgeber das kostenlose SVNet zur Verfügung. Für 2013 werden die Krankenkassen also noch mehr als bisher auf die elektronische Versandart bestehen.</p> <p>Sie haben Fragen zur neuen Lohnberechnung bzw. ~verfahren? Dann zögern Sie nicht, uns zu <a href="http://www.buchhalterprofi.de/blog/kontakt/">kontaktieren</a>.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Do., 24.01.2013 - 15:38</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=113&amp;2=comment&amp;3=comment" token="ORNd7PpLBNTMDvQ1_p9Z0sEOIi0heEJTbdJqM8NK7Ms"></drupal-render-placeholder> </section> Thu, 24 Jan 2013 14:38:39 +0000 Thilo Klemm 113 at http://www.buchhalterprofi.de http://www.buchhalterprofi.de/node/113#comments