Rentenversicherung http://www.buchhalterprofi.de/taxonomy/term/194 de Wie werden Krankenversicherung, Unfallversicherung usw. beim Selbständigen berücksichtigt? http://www.buchhalterprofi.de/node/128 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Wie werden Krankenversicherung, Unfallversicherung usw. beim Selbständigen berücksichtigt?</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Wer selbstständig ist, genießt im Gegensatz zu Angestellten nicht den Schutz der sozialen Versicherungen. Daher muss er sich gleich zu Beginn der Selbständigkeit darüber Gedanken machen, wie und bei welcher Versicherungsgesellschaft er die grundlegendsten Versicherungen abschließen möchte. Ein Aspekt, der durchaus mit berücksichtigt werden sollte, ist die steuerliche Absetzbarkeit.</p> <h3>Möglichkeiten der Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung</h3> <p>Ein Selbständiger kann seine Krankenversicherung bei einer privaten Versicherung abschließen, oder bei einer gesetzlichen Versicherung als sogenannter freiwillig Versicherter. Eine grundlegende Unterscheidung dabei ist, dass private Versicherungen die Beitragshöhe nach Risikoberechnung anbieten, die bei der vertraglichen Gestaltung der Gesetzgeber keinen bzw. kaum einen Einfluss hat und sich der Vertrag nur auf die versicherte Person und nicht auf die Kinder oder Ehegatten bezieht. Die Pflegeversicherung ist meist mit der Krankenversicherung gekoppelt.</p> <p>Eine freiwillige Versicherung bei einer gesetzlichen Versicherungsgesellschaft ähnelt sehr der üblichen Pflichtversicherung bei Angestellten. Die Beiträge richten sich nach dem Verdienst, die Vertragsgestaltung ist durch den Gesetzgeber sehr eingeschränkt und – ein wichtiger Aspekt – Kinder oder nicht verdienende Ehegatten sind beitragsfrei mitversichert. Die Pflegeversicherung ist verpflichtend an die Krankenversicherung gebunden.</p> <p>Bei der Unfallversicherung unterscheidet man zwischen der privaten Unfallversicherung und der gesetzlichen Versicherung bei der Berufsgenossenschaft. Bei letzterer kann sich der Unternehmer in der Regel freiwillig versichern lassen. Sie deckt das Risiko eines Arbeitsunfalles ab, und die Leistungen sind gesetzlich festgelegt – ähnlich wie bei einem Arbeitnehmer. Wer sich darüber hinaus für Unfälle im privaten Bereich absichern möchte, muss eine private Unfallversicherung abschließen. Der Vertrag kann hier frei zwischen dem Versicherungsnehmer und der Gesellschaft abgeschlossen und gestaltet werden.</p> <h3>Betriebsausgaben oder private Ausgaben?</h3> <p>Als Selbstständiger sind die Beiträge in voller Höhe selbst zu finanzieren und nicht als Betriebsausgaben im Unternehmen anzusehen. Davon ausgenommen ist lediglich die freiwillige Unternehmerversicherung bei der Berufsgenossenschaft. Diese Beiträge sind Betriebsausgaben, und haben mit der Absetzbarkeit von den anderen Versicherungen nichts zu tun. Sie sind also von Betrieb und nicht vom Unternehmer zu bezahlen.</p> <p>Die Beiträge der anderen Versicherungen können im Rahmen der Einkommensteuererklärung als sogenannte Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. Allerdings gibt es dazu einige Einschränkungen bzw. Maximalbeträge, die beachtet werden sollten.</p> <h3>Basisversicherung und sonstige Versicherungen</h3> <p>Bei der Kranken- und Pflegeversicherung unterscheidet man zwischen der sogenannten Basisversorgung und der Versicherungsleistung, die darüber hinaus vereinbart ist. Unter Basisversorgung versteht man die Leistungen, die bei einem gesetzlich Versicherten ohne Sonderleistungen (wie Chefarztbehandlung, Zwei-Bett-Zimmer etc.) bezahlt werden. Die Versicherungsgesellschaften erstellen eine Bescheinigung in der die Beiträge für die Basisversicherung und die darüber hinaus vereinbarten Leistungen getrennt beziffert werden. Die Basisvorsorge lt. §10 Abs. 1 Nr. 3 EStG kann in voller Höhe steuerlich geltend gemacht werden.</p> <p>Die darüber hinaus gehenden Beiträge werden, ebenso wie die private Unfallversicherung als sonstige Versicherung bezeichnet. Diese sind jedoch lediglich bis zu einer Höhe von maximal 2.800 € steuerlich absetzbar, wobei die Beiträge für die Basisversicherung von diesem Höchstbetrag abgezogen werden. Unter sonstige Versicherung bezeichnet man übrigens auch Haftpflicht-, Arbeitslosen-, Berufsunfähigkeits- oder Risikoversicherungen.</p> <p><em>Beispiel I</em><br /> Ein Unternehmer zahlt für seine Kranken- und Pflegeversicherung monatlich 200 €, davon entfällt ein Anteil von 150 € auf die Basisversorgung. Für sein private Unfallversicherung hat er monatlich 100 € zu bezahlen. Für private Haftpflicht- und Arbeitslosenversicherung zahlt er weitere 100 €:</p> <p>[table id=3 /]</p> <p>Da der Höchstbetrag von 2800 € überschritten ist, können lediglich die 1800 € aus der Basisversicherung und 1000 € aus den sonstigen Versicherung steuerlich geltend gemacht werden.</p> <p><em>Beispiel II</em><br /> Der Krankenversicherungsbeitrag liegt bei 400 € monatlich, wobei 300 € für die Basisvorsorge entfallen und 100 € für die Sonderleistungen. Die Unfallversicherung bleibt bei 100 €, ebenso die Haftpflicht- und Arbeitslosenversicherung.</p> <p>[table id=4 /]</p> <p>Die Basisversicherung ist immer in voller Höhe absetzbar und kann daher mit dem kompletten Betrag steuerlich geltend gemacht werden. Allerdings ist der Höchstbetrag von 2.800 € bereits überschritten, so dass die restlichen Beiträge nicht mehr berücksichtigt werden können.</p> <p><strong>Achtung:</strong> Bei diesem Text handelt es sich um keine steuerliche Beratung. Er dient lediglich dazu, den angesprochenen Sachverhalt richtig einzuordnen und aus der Sicht eines Selbständigen zu beschreiben. Detaillierte Erläuterung oder eine Beratung dazu, erhalten Sie von Ihrem <a href="http://www.bstbk.de/de/index.html">Steuerberater</a>.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Do., 13.06.2013 - 16:19</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=128&amp;2=comment&amp;3=comment" token="5zdu7cGWMMYUU3E0FV9j4O_EFkQCyRm19H3kHVkTH2w"></drupal-render-placeholder> </section> Thu, 13 Jun 2013 14:19:53 +0000 Thilo Klemm 128 at http://www.buchhalterprofi.de Geringfügige Beschäftigung ab 2013 (450,00 € und Rentenversicherung) http://www.buchhalterprofi.de/node/108 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Geringfügige Beschäftigung ab 2013 (450,00 € und Rentenversicherung)</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Wie jedes Jahr, so sind auch zum Jahreswechsel 2013 einige gesetzliche Änderungen verabschiedet worden, die in der Lohnbuchhaltung beachtet werden müssen. Der Minijob war in der Vergangenheit von größeren Veränderungen verschont geblieben, dies ändert sich jedoch nächstes Jahr. Zum 01.01.2013 wird die 400 €-Grenze auf 450 € angehoben und die Wahl der Rentenversicherungspflicht bzw. -freiheit wird geändert.</p> <h3>Anhebung der 400-Euro-Grenze</h3> <p>Für Minijobs, die ab dem 01.01.2013 neu begonnen werden, gilt die neue Grenze von 450 €. Besteht das Arbeitsverhältnis bereits vor diesem Zeitpunkt, gilt nach wie vor die 400 € Grenze. Allerdings haben Arbeitnehmer, die bis Ende 2012 einen Verdienst zwischen 400,01 € bis 450 € hatten, die Möglichkeit sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Der Antrag auf Befreiung von der Kranken- und Pflegeversicherung muss bis spätestens 02.04.2013 bei der Krankenkasse gestellt werden. Für die Arbeitslosenversicherung muss der Antrag zum gleichen Datum bei der Bundesagentur für Arbeit, gestellt werden. Der Befreiungsantrag wird rückwirkend zum 01.01.2013 gültig, es sei denn der Versicherungsschutz wurde zwischenzeitlich in Anspruch genommen. In dem Fall wird die Befreiung erst zum nächsten Kalendermonat fällig.</p> <p>Beispiel: Ein Arbeitnehmer hatte bereits vor dem 01.01.2013 eine Beschäftigung und verdient monatlich 410 €. Es besteht die Möglichkeit der Familienversicherung, so dass er nicht auf die Anmeldung bei der Krankenkasse angewiesen ist. Zum 15.03.2013 stellt er den Antrag bei der Krankenkasse und bei der Bundesagentur für Arbeit, auf Befreiung von der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Die Befreiung gilt ab 01.01.2013, so dass der Arbeitgeber bereits abgerechnete Monate ( Januar und Februar ) entsprechend korrigieren muss. Falls der Arbeitnehmer jedoch am 01.03.2013 beim Arzt war, nimmt er Versicherungsleistungen in Anspruch, so dass die Befreiung erst zum 01.04.2013 gilt. Rückwirkende Monate bleiben dann unberührt.</p> <h3>Anhebung der 800 € – Grenze</h3> <p>Eng mit den Minijobs verbunden, ist die sogenannte Gleitzonenregelung. Arbeitnehmer, die zwischen 400,01 € und 800 € verdienen, zahlen geringere Sozialversicherungsbeiträge, die mit steigendem Verdienst auch prozentual steigen. Diese Grenze wurde nun ebenfalls angehoben von 450,01 € bis 850 € und gilt für Beschäftigungsverhältnisse, die ab dem 01.01.2013 begonnen haben. Bei bestehenden Arbeitsverhältnissen muss der Arbeitnehmer einen Antrag auf Anwendung der neuen Gleitzonenregelung stellen. Das bedeutet, Arbeitnehmer, die bereits 2012 820 € verdient haben, wurden bis jetzt mit den vollen Sozialversicherungsbeiträgen abgerechnet. Stellen sie keinen Antrag, wird weiterhin bis 31.12.2014 mit den vollen Beiträgen abgerechnet. Erst wenn er einen formlosen Antrag stellt, kann der Arbeitgeber die Gleitzonenregelung auch bei ihm anwenden, was zu einer etwas geringeren Beitragslast führt.</p> <h3>Minijobs und die Rentenversicherung</h3> <p>Bei Minijobs vielen in der Vergangenheit keine Sozialversicherungsbeiträge für den Arbeitnehmer an, lediglich der Arbeitgeber zahlte pauschale Beiträge in die Renten- und Krankenversicherung. Bezüglich der Rentenversicherung hatte der Arbeitnehmer die Möglichkeit Aufstockungsbeiträge zu bezahlen, so dass er in der Rentenversicherung den Status eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmers hatte. Diese Aufstockungsbeiträge waren die Differenz zwischen dem regulären Beitragssatz (2012 lag er bei 19,6%) und dem pauschalen Beitrag, den der Arbeitgeber zahlte (15%), also 4,6%. Der Arbeitnehmer musste dafür gegenüber dem Arbeitgeber erklären, dass er auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichtete. Die Regelung erscheint oftmals nicht nur den Arbeitgebern sondern auch den Arbeitnehmern unverständlich und ohne sichtbare Vorteile. Dies ist wohl auch der Grund, warum nur etwa 5% aller Minijobber diese Möglichkeit in Anspruch nahmen.</p> <p>Darauf hat der Gesetzgeber nun reagiert, und die Regelung „umgedreht“. Das bedeutet, wer einen Minijob aufnimmt, zahlt künftig den Aufstockungsbeitrag in die Rentenversicherung, es sei denn, er würde dies bei seinem Arbeitgeber ausdrücklich ablehnen. Es empfiehlt sich daher, dass der Arbeitgeber in seinem Personalfragebogen, in dem der Status des Minijobbers abgefragt wird, die Option ausdrücklich aufnimmt, und dem Arbeitnehmer darauf hinweist. Ansonsten kann es vorkommen, dass der Arbeitnehmer sich über Abzüge von seinem Verdienst wundert.</p> <p>Da der Gesetzgeber keine Übergangsregelung – wie bei der Anhebung der Verdienstgrenzen – vorgesehen hat, müsste der Arbeitgeber seine Minijobber zum 01.01.2013 mit dem Beitragsgruppenschlüssel 6100 statt 6500 anmelden. Der Arbeitgeber sollte daher zum Jahreswechsel alle seine geringfügig Beschäftigten befragen, ob sie das Recht auf Befreiung der Rentenversicherung wahrnehmen möchten – das bedeutet, nur der Arbeitgeber zahlt weiterhin die pauschalen Beiträge. Nur dann darf er weiterhin mit der 6500 gemeldet bleiben.</p> <p>Darüber hinaus hat der Gesetzgeber die Mindestbeitragsbemessungsgrenze von 155 € auf 175 € angehoben. Das bedeutet, die Beiträge in die Rentenversicherung werden von einem Mindestverdienst von 175 € errechnet, selbst wenn der monatliche Verdienst beispielsweise nur bei 100 € liegt. Vorausgesetzt der Rentenversicherungsbeitrag bleibt bei 19,6% würde die Rechnung wie folgt aussehen:</p> <p>Mindestbeitrag: 19,6 % von 175 € = 34,30 €<br /> davon AG-Anteil 15% auf 100 € = 15,00 €<br /> Rest AN-Anteil: 19,30 €</p> <p>In dem Fall liegt der Arbeitnehmeranteil weit über den 4,6%, da der Mindestverdienst von 175 € nicht erreicht wurde. Würde der Verdienst bei 175 € liegen, würde der Arbeitgeber 15% von 175 €, also 26,25 € bezahlen, und der Arbeitnehmer lediglich einen Beitrag von 8,05 € tragen müssen.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Sam, 01.12.2012 - 15:28</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title">Kommentare</h2> <a id="comment-74"></a> <article data-comment-user-id="0" about="/comment/74" typeof="schema:Comment" class="comment js-comment by-anonymous"> <mark class="hidden" data-comment-timestamp="1467725476"></mark> <footer class="comment__meta"> <article typeof="schema:Person" about="/user/0" class="profile"> </article> <p class="comment__submitted"><span rel="schema:author">Gespeichert von <span lang="" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thiesen Gabriele</span> am Di., 05.07.2016 - 15:31</span> <span property="schema:dateCreated" content="2016-07-05T13:31:07+00:00" class="rdf-meta hidden"></span> </p> <a href="/comment/74#comment-74" hreflang="de">Permalink</a> </footer> <div class="content"> <h3 property="schema:name" datatype=""><a href="/comment/74#comment-74" class="permalink" rel="bookmark" hreflang="de">Sehr geehrter Herr Klemm,</a></h3> <div property="schema:text" class="clearfix text-formatted field field--name-comment-body field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel zu den Änderungen bei Minijobs zum 01.01.2013 gelesen.</p> <p>Ich habe allerdings einige konkrete Fragen bzgl. der Rentenversicherung für Studenten mit einem Minijob.Würde es sich für einen Studenten lohnen, Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen:<br /> a) Studenten mit abgeschlossener Berufsausbildung vor Aufnahme des Studiums<br /> b) Studenten mit Studienbeginn unmittelbar im Anschluss an das Abitur?</p> <p>Kann die Frage so pauschal beantwortet werden oder solle die Rentenberatung konsultiert werden?</p> <p>Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.</p> <p>Mit freundlichen Grüßen<br /> Gabriele Thiesen</p> </div> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderLinks" arguments="0=74&amp;1=default&amp;2=de&amp;3=" token="KMh85w1-4RkDF1ghmGpeSrQCBf9T02gvBlHOTQBUMsE"></drupal-render-placeholder> </div> </article> <div class="indented"><a id="comment-75"></a> <article data-comment-user-id="21" about="/comment/75" typeof="schema:Comment" class="comment js-comment by-node-author"> <mark class="hidden" data-comment-timestamp="1467725494"></mark> <footer class="comment__meta"> <article typeof="schema:Person" about="/user/21" class="profile"> </article> <p class="comment__submitted"><span rel="schema:author">Gespeichert von <span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span> am Di., 05.07.2016 - 15:31</span> <span property="schema:dateCreated" content="2016-07-05T13:31:34+00:00" class="rdf-meta hidden"></span> </p> <p class="parent visually-hidden">Antwort auf <a href="/comment/74#comment-74" class="permalink" rel="bookmark" hreflang="de">Sehr geehrter Herr Klemm,</a> von <span lang="" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thiesen Gabriele</span></p> <a href="/comment/75#comment-75" hreflang="de">Permalink</a> </footer> <div class="content"> <h3 property="schema:name" datatype=""><a href="/comment/75#comment-75" class="permalink" rel="bookmark" hreflang="de">Hallo Frau Thiesen,</a></h3> <div property="schema:text" class="clearfix text-formatted field field--name-comment-body field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>leider bin ich kein Fachmann für Rentenversicherung und kann Ihnen nur meine Meinung darlegen.</p> <p>Meines Erachtens lohnt es sich für Studenten nicht, Beiträge abzuführen, da sich für die spätere Rente nur sehr geringe Werte ergeben und der Student ja eigentlich jeden Cent braucht. Man muss aber auch beachten, dass durch die Zahlungen in die Rentenversicherung schon Anwartschaften für die Erwerbsminderungsrente erwirbt und natürlich dann eine gewisse Anzahl von Beitragsjahren nachweisen kann.</p> <p>Wenn Sie eine genaue Auskunft möchten, empfehle ich Ihnen, wie Sie in Ihrer Anfrage ja selbst schon andeuteten, direkt bei der Deutschen Rentenversicherung bzw. bei einem Rentenberater anzufragen. Das Ergebnis der Anfrage würde mich auch Interessieren.</p> <p>Viele Grüße.<br /> Thilo Klemm vom Buchhalterprofi Team</p></div> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderLinks" arguments="0=75&amp;1=default&amp;2=de&amp;3=" token="7geYQD0Bie9upnIhMqmfn8-jyLCc2h3Ai1LxdjBSJlE"></drupal-render-placeholder> </div> </article> </div><a id="comment-76"></a> <article data-comment-user-id="0" about="/comment/76" typeof="schema:Comment" class="comment js-comment by-anonymous"> <mark class="hidden" data-comment-timestamp="1467725526"></mark> <footer class="comment__meta"> <article typeof="schema:Person" about="/user/0" class="profile"> </article> <p class="comment__submitted"><span rel="schema:author">Gespeichert von <span lang="" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Alfons Rothalm</span> am Di., 05.07.2016 - 15:31</span> <span property="schema:dateCreated" content="2016-07-05T13:31:50+00:00" class="rdf-meta hidden"></span> </p> <a href="/comment/76#comment-76" hreflang="de">Permalink</a> </footer> <div class="content"> <h3 property="schema:name" datatype=""><a href="/comment/76#comment-76" class="permalink" rel="bookmark" hreflang="de">Guten Tag Herr Klemm,</a></h3> <div property="schema:text" class="clearfix text-formatted field field--name-comment-body field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>sieht es denn bei dem neuen MiniJob aus in Verbindung mit Krankenversicherung wenn sons. Einnahmen/-kommen (Kapitalerträge Vermietung/Verpachtun) vorhanden ist?</p> <p>Wenn meine Frau (nach Ablauf von Mutterschutz) einen MiniJob (450,-) annehmen würde (übrigens bei ihrem alten AG) und wir noch weitere Einkünfte aus Vermietung bzw. Zinsen haben.</p> <p>Darf sie dann trotzdem über mich in der Familieversicherung versichert werden?</p> <p>Vielen Dank im voraus.<br /> A. Rothalm</p> </div> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderLinks" arguments="0=76&amp;1=default&amp;2=de&amp;3=" token="K9cI2--U8Nn49-whMbPTRgotrk2LKLsG1Zl_oYfsORo"></drupal-render-placeholder> </div> </article> <div class="indented"><a id="comment-77"></a> <article data-comment-user-id="21" about="/comment/77" typeof="schema:Comment" class="comment js-comment by-node-author"> <mark class="hidden" data-comment-timestamp="1467725545"></mark> <footer class="comment__meta"> <article typeof="schema:Person" about="/user/21" class="profile"> </article> <p class="comment__submitted"><span rel="schema:author">Gespeichert von <span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span> am Di., 05.07.2016 - 15:32</span> <span property="schema:dateCreated" content="2016-07-05T13:32:25+00:00" class="rdf-meta hidden"></span> </p> <p class="parent visually-hidden">Antwort auf <a href="/comment/76#comment-76" class="permalink" rel="bookmark" hreflang="de">Guten Tag Herr Klemm,</a> von <span lang="" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Alfons Rothalm</span></p> <a href="/comment/77#comment-77" hreflang="de">Permalink</a> </footer> <div class="content"> <h3 property="schema:name" datatype=""><a href="/comment/77#comment-77" class="permalink" rel="bookmark" hreflang="de">Hallo Herr Rothalm,</a></h3> <div property="schema:text" class="clearfix text-formatted field field--name-comment-body field--type-text-long field--label-hidden field__item"><p>leider bin ich kein Spezialist bei der Problematik Krankenversicherung. Meines Erachtens kann Ihre Frau bei einem Minijob bis 450 € familienversichert bleiben.<br /> Ich würde Ihnen aber empfehlen, mit Ihrer Krankenkasse Rücksprache diesbezüglich zu nehmen.</p> <p>Viele Grüße.<br /> Thilo Klemm vom Buchhalterprofi-Team</p></div> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderLinks" arguments="0=77&amp;1=default&amp;2=de&amp;3=" token="6ftyCLCor-GaX6lZduntQFif5NmIFu946DPNwFCgHVI"></drupal-render-placeholder> </div> </article> </div> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=108&amp;2=comment&amp;3=comment" token="KPmOBUu4hSoRN1ML2el13lPLXiIrjX9BfwPwi1xrD34"></drupal-render-placeholder> </section> Sat, 01 Dec 2012 14:28:08 +0000 Thilo Klemm 108 at http://www.buchhalterprofi.de Duales Studium – klare Linien im Sozialversicherungsrecht http://www.buchhalterprofi.de/node/93 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Duales Studium – klare Linien im Sozialversicherungsrecht</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Studenten, die ein duales Studium absolvieren, waren viele Jahre in einer ungeklärten, der „wackeligen“ Grauzone, was die sozialversicherungsrechtliche Einstufung betraf. Bis Ende 2011 wurden diese Studienlehrgänge in zwei Kategorien eingeteilt – den praxisorientierten und den ausbildungsorientierten Studiengängen.</p> <p>Letzteren erkennt man daran, dass während des Studiums ein Abschluss eines Ausbildungsberufes geplant ist. Aufgrund dieser Einschätzung wurden Studenten in solchen Studiengängen sozialversicherungsrechtlich den Auszubildenden gleichgestellt, was eine volle Sozialversicherungspflicht nach sich zog. Dagegen wurde bei den praxisorientierten Studiengängen das Studium in den Vordergrund gestellt, so dass der Student sozialversicherungsrechtlich seinen Studentenstatus behielt und keine Sozialversicherungspflicht eintrat.</p> <h3>Neue einheitliche Regelung</h3> <p>Dass es bei dieser Regelung immer wieder zu Streitfällen und Einzelfallentscheidungen kam, ist eigentlich völlig klar. Arbeitgeber waren verunsichert und fühlten sich teilweise der Willkür der Sozialversicherungsprüfer ausgesetzt. Zudem bewegten sich die Studenten gerade in der für sie wichtigen Krankenversicherung auf unsicherem Boden. Diesem „Wirrwarr“ hat der Gesetzgeber nun ein Ende gesetzt. Zum 01.01.2012 wurde das SGB IV dahingehend geändert, daß alle Studenten, die ein duales Studium beginnen, voll sozialversicherungspflichtig sind. Sie verlieren daher ihren Studentenstatus – Rentenversicherungsfreiheit, freiwillige Krankenversicherung bzw. Familienversicherung, keine Arbeitslosenversicherung – und werden wie Auszubildende in der Sozialversicherung gemeldet. Die Versicherungspflicht endet übrigens nicht mit dem Ende der Praxisphase, sondern gilt für den gesamten Studienzeitraum – also auch für die Zeiträume der Studienphasen. Die neue Regelung gilt ab sofort. Es gibt auch keine Übergangsregelungen für bereits bestehende Verträge.</p> <h3>Welche Einnahmen sind steuer- und sozialversicherungspflichtig?</h3> <p>Aus dieser Regelung ergeben sich natürlich für den Arbeitgeber klare Vorschriften. Der Arbeitgeber hat den Studenten mit dem Personengruppenschlüssel 102 (für Auszubildende) und mit dem Beitragsgruppenschlüssel 1111 anzumelden. Somit sind alle Bezüge, egal wie sie benannt werden, oder in welcher Form sie bezahlt werden, steuer- und beitragspflichtig. Dazu zählen auch Studienbeihilfen oder Stipendium. Übrigens gilt auch hier – wie bei „normalen“ Ausbildungsverhältnissen – die Regelung, dass die Beiträge der Arbeitgeber komplett zu bezahlen hat, wenn das monatliche Entgelt 325 € nicht übersteigt. In dem Fall ist als Personengruppenschlüssel die 112 anzugeben. Die Bezüge unterliegen außerdem der Lohnsteuer, die natürlich nach der persönlichen Steuerklasse berechnet wird.</p> <p>Unklarheiten gibt es immer wieder bei Zahlungen, die der Arbeitgeber für den Studenten übernimmt – wie zum Beispiel Studiengebühren. Hier stellt sich die Fragen, wer die Gebühren zu bezahlen hat. Ist der Arbeitgeber zahlungspflichtig – bzw. ist die Zahlungsverpflichtung Teil seiner Pflichten als Ausbildungsbetrieb, so sind die Gebühren keine Einnahmen des Studenten, und somit nicht steuer- und beitragspflichtig. Man spricht hier von einem „überwiegend eigenbetrieblichen Interesse“.</p> <p>Die Steuer- und Beitragsfreiheit gilt auch dann, wenn der Student die Gebühren bezahlt und vom Arbeitgeber wieder erstattet bekommt. Laut §3 Nr. 50 EStG sind Auslagen des Arbeitnehmers steuerfrei, wenn er sie vom Arbeitgeber erstattet bekommt. Um dies klar beurteilen zu können, kommen hier noch einige wichtige Voraussetzungen hinzu. Zum einen muss sich der Arbeitgeber vertraglich verpflichten, die Studiengebühren zu übernehmen. Der Arbeitgeber muss die Originalrechnung erhalten, und darauf vermerken, dass die Kosten übernommen worden sind, und als letzten Punkt sollte eine Vereinbarung getroffen werden, dass die Studiengebühren wenigstens teilweise vom Arbeitgeber zurückgefordert werden, falls der Student vor dem Abschluss den Betrieb verlässt. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, steht einer Steuer- und Beitragsfreiheit nichts im Weg.</p> <h3>Zeiträume ohne Bezüge</h3> <p>Wie bereits erwähnt, gilt die Sozialversicherungspflicht auch für die Studienphasen. Häufig werden in dieser Zeit keine Bezüge bezahlt, so dass eigentlich keine Sozialversicherungsbeiträge anfallen würden. Dies ist allerdings nicht der Fall. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung sind Beiträge aus einem fiktiven Betrag abzuführen. Diese fiktive Bemessungsgrundlage liegt bei 1% aus der monatlichen Bezugsgröße. Diese Bezugsgröße ändert sich jährlich und beträgt zur Zeit 2.625 €. Das bedeutet, die Beiträge für die Renten- und Arbeitslosenversicherung errechnen sich für die Zeiträume ohne Entgelt aus einem fiktiven Betrag von 26,25 € monatlich. Für die neuen Bundesländer liegt die Bezugsgröße derzeit bei 2.240 €, so dass sich als Bemessungsgrundlage ein Betrag von 22,40 € ergibt. Die Beiträge hat der Arbeitgeber übrigens komplett alleine zu tragen.</p> <p>Für die Kranken- und Pflegeversicherung muss der Arbeitgeber keine Beiträge bezahlen. Der Student hat während dieser Zeit den üblichen Beitrag für Studenten an die Krankenkasse zu bezahlen. Dieser Beitrag liegt derzeit bei 64,77 € in der Krankenversicherung und 11,64 € in der Pflegeversicherung. Falls die Möglichkeit der Familienversicherung besteht, sind keine Beiträge zu bezahlen.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Do., 16.08.2012 - 13:58</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=93&amp;2=comment&amp;3=comment" token="m8WJdp0OwOP8hHc_vuOeCCceEyWgsmUzNOJuoeOf-H4"></drupal-render-placeholder> </section> Thu, 16 Aug 2012 11:58:04 +0000 Thilo Klemm 93 at http://www.buchhalterprofi.de