Finanzbuchhaltung http://www.buchhalterprofi.de/taxonomy/term/16 de Künstlersozialversicherung http://www.buchhalterprofi.de/node/146 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Künstlersozialversicherung</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Die Künstlersozialversicherung wurde 1983 ins Leben gerufen. Damit sollten Personen, die im künstlerischen Bereich tätig sind, die Möglichkeit einer sozialen Absicherung gegeben werden. Gerade diese Branchen sind häufig gekennzeichnet von selbstständiger Tätigkeit, von unregelmäßigem und oft auch geringem Einkommen, was zur Folge hat, dass wenig oder kaum Vorsorge für Krankheit oder Alter aufgebracht werden kann. Letztendlich sollte einem Abstieg in die Sozialhilfe durch Krankheit oder der Altersarmut entgegengewirkt werden.</p> <p>Die Künstlersozialkasse ist eine eigene Institution, die getragen wird von den gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherungen. Führt die Rentenversicherung eine Betriebsprüfung bei einem Unternehmen durch, wird neben den üblichen Sozialversicherungsbeiträgen auch die Künstlersozialversicherung überprüft.</p> <h3>Wer ist versichert</h3> <p>Bei der <a href="http://www.kuenstlersozialkasse.de/">Künstlersozialkasse (KSK)</a> handelt es sich um eine Pflichtversicherung, die die Bereiche Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung umschließt. Versichert sind Personen, die künstlerisch oder publizistisch tätig sind. Das <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/ksvg/BJNR007050981.html#BJNR007050981BJNG000501308">Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG)</a> beschreibt Künstler als Personen die „… Musik bzw. darstellende oder bildende Kunst schaffen, ausüben oder lehren.“. Weiterhin sind als Publizisten der Personenkreis gemeint, die „ … als Schriftsteller, Journalisten oder in ähnlicher Weise …“ tätig sind. Diese Beschreibung ist natürlich sehr allgemein gehalten und umspannt einen riesigen Personenkreis. Die Pflichtversicherung besteht auch, wenn der Künstler maximal einen Mitarbeiter beschäftigt.</p> <p>Personen, die bereits durch eine andere Tätigkeit pflichtversichert sind, werden nicht von der Künstlersozialkasse erfasst. Ebenso die Künstler, die durch andere Tätigkeiten von der gesetzlichen Versicherung ausgeschlossen sind. Weiterhin wird als Mindestjahreseinkommen ein Betrag von 3900 € angesetzt, was insofern sinnvoll ist, da die Tätigkeit als Künstler „ … erwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend…“ ausgeführt werden soll. Künstler, die erst mit ihrer Tätigkeit beginnen, müssen in den ersten drei Jahren dieses Mindesteinkommen nicht erreichen. Mit diesen Regelungen soll vermieden werden, dass Personen, die die künstlerischen Tätigkeiten mehr als Hobby oder als Nebenerwerb betreiben, in die Versicherungspflicht der KSK fallen.</p> <h3>Wer zahlt die Beiträge</h3> <p>Die Beiträge an die KSK werden von den Versicherten zur Hälfte getragen. Die andere Hälfte wird durch staatliche Zuschüsse und durch die Beiträge von Unternehmen, die die Leistungen der Künstler in Anspruch nehmen, bezahlt.</p> <p>Der Beitragssatz, den ein Unternehmen zu zahlen hat, liegt bei 4,1%. Als Beitragsbemessungsgrundlage zählen alle Entgelte, die an Künstler im Laufe des Jahres gezahlt werden.</p> <h3>Was bedeutet das für die Unternehmen</h3> <p>Unternehmen, die auch nur gelegentlich Entgelte an Künstler bezahlen, müssen spätestens bis 31.03. eines jeden Jahres eine Meldung an die KSK abgeben, wie hoch die Beträge im Vorjahr waren, und welche Beiträge sich daraus ergeben. Bereits im laufenden Jahr sind Abschlagszahlungen in Höhe der zu erwartenden Beiträge zu zahlen.</p> <p>Typische Unternehmen sind zum Beispiel Verlage, Theater, Veranstalter von Konzerten oder ähnlichem oder Galerien. Aber auch Werbeagenturen, Museen, Ausbildungseinrichtungen für künstlerische Tätigkeiten, ja sogar Unternehmen, die ihr eigenes Unternehmen oder Produkte bewerben, fallen in den Kreis derer, die an die Künstlersozialkasse Beiträge zu zahlen haben.<br /> Vergessen darf man auch die Unternehmen nicht, die Werke von Künstlern nutzen und mit diesem Nutzen mittel- oder unmittelbar Einkünfte erzielen.</p> <p>Welche Unternehmen genau betroffen sind, kann nicht vollständig aufgezählt werden. Um unliebsame, sich oft über mehrere Jahre erstreckende Nachzahlungen zu vermeiden, sollte man sich im Zweifel direkt an die KSK wenden. Grundsätzlich ist nämlich jedes Unternehmen verpflichtet, sich selbst zur Beitragszahlung bei der KSK zu melden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen dazu vorliegen.</p> <p>Um bei Betriebsprüfungen die Zahlen entsprechend vorlegen zu können, ist es sinnvoll, die Kosten – damit sind sowohl die Aufwendungen als Bemessungsgrundlage, als auch die Vorauszahlungen an die KSK gemeint – separat zu buchen. Dabei gibt es keine Vorschrift, wie die Buchungen zu benennen sind – für die einen sind es Werbeaufwand, für die anderen vielleicht Fremdarbeiten. Egal unter welcher Kostenkategorie gebucht wird, wichtig ist, dass die Buchung getrennt von anderen Buchungen gehalten wird.</p> <p>Anbei einmal einige Beispiele, ob KSK Beitragszahlungen entstehen oder nicht (nicht abschließend):</p> <p> </p> <ul><li><em>Sie beauftragen einen selbständigen Webdesigner, Ihren Internetauftritt (neu) zu gestalten – ja, es besteht Beitragspflicht, da es sich um einen selbständigen Künstler handelt. Die Programmierung fällt allerdings nicht darunter, da Programmierer keine Künstler nach diesem Gesetz sind. </em> <p><em> </em></p> <em> </em></li> <li><em>Der Azubi in Ihrem Unternehmen wird mit dem Erstellen des Textes für die firmeneigene Webseite beauftragt – nein, da es sich hier um keinen selbständigen Redakteur handelt. Fest- und teilzeitangestellte Mitarbeiter, Mini- sowie Midijobber fallen nicht unter dieses Gesetz. </em> <p><em> </em></p> <em> </em></li> <li><em>Es wurde die Schilder GmbH mit dem Design neuer Autowerbeschilder für die Türen betraut – nein, da eine juristische und keine natürliche, selbständige Person dies durchgeführt hat. </em> <p><em> </em></p> <em> </em></li> <li><em>Sie lassen sich von einem russischen Maler Bilder anfertigen, um diese hier in Deutschland zu verkaufen – ja, es besteht Beitragspflicht, da es sich um einen selbständigen Künstler handelt. Dies gilt für die weltweite Zusammenarbeit mit einer selbständigen, natürlichen Person im Sinne eines Künstlers, Redakteurs usw.. </em> <p><em> </em></p> <em> </em></li> <li><em>Ein Designer wurde damit beauftragt, für ein Unternehmen das Unternehmenslayout für Briefpapier, Webseite, Jahresabschlussberichte usw. zu kreieren – ja, es besteht Beitragspflicht, da es sich um einen selbständigen Künstler handelt und um keine juristische Person. </em> <p><em> </em></p> <em> </em></li> <li><em>Sie haben in New York einen Redakteur im Einsatz, welcher sich in der Unternehmensform der „LLC.“ befindet. Dieser ist für Sie journalistisch tätig. Nein, es besteht keine Abgabepflicht, da es sich hierbei um eine juristische Person handelt. Aber Achtung: Dies ist nicht in allen Ländern so anerkannt und wird daher in Deutschland unterschiedlich gehandhabt. </em> <p><em> </em></p> <em> </em></li> <li><em>weitere Beispiele finden Sie <a href="http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/unternehmer/faqfuerunternehmenundverwerter.php">hier</a></em></li> </ul><p><br /> Die Beispiele stellen keine Rechtsberatung / Steuerberatung in diesem Sinne dar. Bei Fragen zu dieser überaus komplexen Problematik, wenden Sie sich bitte direkt an einen Rechtsanwalt, Steuerberater oder die Künstlersozialkasse.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">So., 12.01.2014 - 16:42</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=146&amp;2=comment&amp;3=comment" token="AdiB7qpCr-cJqVv_Pyj5A_P7VztIMRZb41Piolka_uQ"></drupal-render-placeholder> </section> Sun, 12 Jan 2014 15:42:28 +0000 Thilo Klemm 146 at http://www.buchhalterprofi.de Registrierkassen – was sie alles können müssen http://www.buchhalterprofi.de/node/145 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Registrierkassen – was sie alles können müssen</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Unternehmen, die vorrangig Umsätze aus Bargeschäften erzielen, sind bei Finanzbehörden gerne Ziel von Betriebsprüfungen. Zu einfach erscheint die Möglichkeit, einige Barumsätze nicht zu registrieren bzw. nicht als solchen anzugeben. Allerdings sollte man die Betriebsprüfer keinesfalls unterschätzen. Zum einen kennen die Prüfer zahlreiche Tricks, denn sie wurden auf Besonderheiten geschult und haben oft jahrelange Erfahrung.</p> <p>Zum anderen liegt die Beweislast immer beim Unternehmer. Das heißt also, stellt der Prüfer Unregelmäßigkeiten fest – und das kann er bei vielen Unternehmen, wenn er lange genug sucht – kann er die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung anzweifeln und im schlimmsten Fall schätzen. Und nun liegt es am Unternehmer, ob er nachweisen kann, dass seine Unterlagen richtig und ordentlich sind – oder eben nicht.</p> <h3>Bareinnahmen – ein großes Risiko</h3> <p>Bareinnahmen stellen in der Regel bei Kleinunternehmen, bei Einzelhändlern oder Gastronomen die wichtigste Einnahmequelle dar. Da liegt es auf der Hand, dass die meisten Umsätze nur über die Kasse aufgezeichnet werden. Da viele Kunden keinen Beleg für Ihren Einkauf benötigen, ist es ein Leichtes für den Unternehmer, den einen oder anderen Umsatz gar nicht erst in den Büchern aufzunehmen – so zumindest denkt das Finanzamt.</p> <p>Der ehrliche Unternehmer – und das sind in Deutschland sicherlich die meisten – werden die Umsätze korrekt aufzeichnen, so dass das Finanzamt eigentlich gar keine Zweifel haben dürfte und auch keine Fehler finden kann. Aber hier liegt das große Problem.</p> <p>Die Anforderungen an eine Kassenführung sind sehr hoch. Im Gegensatz dazu sind viele Kleinunternehmer Fachleute in ihrem Bereich und Gewerbe, aber leider keine Fachleute in der Buchführung. Und genau das wissen die Prüfer!</p> <h3>Einsatz einer Registrierkasse</h3> <p>Registrierkassen sind eine große Unterstützung im täglichen Ablauf, und sind aus dem Einzelhandel gar nicht mehr wegzudenken. Die Form, Größe und die Ausstattung dieser Kassen reicht von der einfachen kleinen Kasse für 100 € bis zu großen Kassensystemen die mit den zentralen Rechensystem des Unternehmens vernetzt sind und neben den Bareinnahmen auch Auswertungen zu den Artikeln, Artikelgruppen, Warenbeständen usw. liefern. Die Grundfunktion aller Kassensysteme ist jedoch gleich – sie erfassen zeitgenau alle Bewegungen, egal ob Ein- oder Auszahlungen.</p> <p>Als Beleg für die Buchhaltung – also z.B. für die Hauptkasse oder die Kasse der Filiale – dient der sogenannte Z-Beleg. Darunter versteht man einen Beleg, der mit einer laufenden Nummer versehen ist und alle Bewegungen – Anfangsbestand sowie Ein- und Auszahlungen – seit dem letzten Ausdruck aufweist. Gleichzeit werden die Umsätze in der Kasse auf 0 gesetzt.<br /> Das heißt also: Am 1. Tag wird ein Z-Beleg mit der Nr. 1 ausgedruckt, der den Umsatz des 1. Tages ausweist, am 2. Tag hat der Z-Beleg die Nr. 2 usw. Somit ist sichergestellt, dass kein Tagesumsatz unterschlagen werden kann.</p> <p>Der Einsatz einer Registrierkasse entbindet jedoch nicht von der Verpflichtung, einen Kassensturz zu erstellen. Damit ist gemeint, dass das Bargeld, welches sich genau in diesem Moment in der Kasse befindet, mit dem Ausdruck – dem sogenannten X-Beleg oder Zwischenbeleg – übereinstimmt. Es ist daher dringend zu raten, dass beim täglichen Kassenabschluss auch ein Kassensturz gemacht wird, um mögliche Fehler sofort zu erkennen. Es ist übrigens unrealistisch, wenn bei vielen Geldbewegungen die Kasse immer auf den Cent genau stimmt. Ein gewisser Schwund oder Fehlbestand ist real und sollte daher durchaus angegeben werden. Es zeigt die Wirklichkeit und dass die Kasse tatsächlich auch kontrolliert wird.</p> <h3>Erweiterte Anforderungen an eine Registrierkasse</h3> <p>Da die Daten bei einer Registrierkasse elektronisch gespeichert werden, sind weitere Vorschriften einzuhalten. Darunter zählen, dass die Möglichkeit bestehen muss, die Daten unverzüglich lesbar zu machen, dass die Daten jederzeit verfügbar und dass sie maschinell auswertbar sein müssen.</p> <p><a href="http://www.elektronische-steuerpruefung.de/bmf/schreiben-aufbewahrung-digitaler-unterlagen-bei-bargeschaeften.pdf">In einem Schreiben vom 26.11.2010</a> (PDF) weist das BMF darauf hin, dass die bloße Aufbewahrung der ausgedruckten Belege nicht ausreichend ist. Im Speicher des Gerätes müssen alle einzelnen Vorgänge abrufbar sein – das heißt also, es reicht nicht aus, dass am Tag X 200 Bücher verkauft wurden, sondern es muss jeder einzelne Verkaufsvorgang nachvollziehbar und abrufbar sein.</p> <p>Nun haben viele ältere Registrierkassen das Problem, dass die Speicher für solche Anforderung gar nicht ausreichen. Hinzu kommt, dass in der Zwischenzeit die Kasse längst defekt ist, und die gespeicherten Daten gar nicht mehr abrufbar oder vorhanden sind. Genau hier ist der Unternehmer in der Pflicht, auf neue Kassensysteme umzurüsten. Das BMF hat den Unternehmen eine Übergangsfrist bis 31.12.2016 gegönnt, um gerade kleine Unternehmen nicht übermäßig zu belasten. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass in der Zwischenzeit alle möglichen Anpassungen, sowohl Updates der Software oder Möglichkeiten der Speichererweiterung genutzt werden muss. Keinesfalls reicht die innere Gewissheit „ich habe ja noch bis 2016 Zeit!“.</p> <p>Wer also ein Unternehmen hat, der Bargeschäfte abwickelt, sollte dringend überlegen, ob nicht die Anschaffung einer neuen Registrierkasse bereits vor 2016 möglich ist. Denn oft sind neue Kassen nur geringfügig teurer als die Aufrüstung der alten Geräte. Gleichzeitig hat man die Gewissheit, den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden und der nächsten Betriebsprüfung etwas lockerer entgegenzusehen.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Do., 28.11.2013 - 16:41</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=145&amp;2=comment&amp;3=comment" token="a33qdQaTba_r0l1vv_FwBZIgC6oqt3O6UNjiRBrveEo"></drupal-render-placeholder> </section> Thu, 28 Nov 2013 15:41:31 +0000 Thilo Klemm 145 at http://www.buchhalterprofi.de Neue Vorschriften bei der Rechnungsstellung http://www.buchhalterprofi.de/node/144 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Neue Vorschriften bei der Rechnungsstellung</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Die Ausstellung der Rechnung ist gewissen gesetzlichen Vorschriften unterlegen. Doch wer denkt, das einmal entworfene Rechnungsformular würde die nächsten Jahrzehnte überdauern, hat sich geirrt. In den letzten Jahren wurden die Pflichtangaben auf den Belegen immer mehr erweitert. Zuletzt gab es Mitte diesen Jahres einige Veränderungen im §14a UStG, die künftig zu beachten sind.</p> <h3>Zusatz „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“</h3> <p>Im Umsatzsteuerrecht gibt es laut §13b Abs. 5 UStG bestimmte Konstellationen, nach denen die Umsatzsteuer nicht auf der Rechnung ausgewiesen, sondern der Nettobetrag an den Geschäftspartner berechnet wird. Der Geschäftspartner – sofern er ein Unternehmer ist – hat von dieser Rechnung die Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. Gleichzeitig kann er den Betrag als Vorsteuer abziehen, so dass keine tatsächliche Belastung entsteht.</p> <p>Seit Mitte diesen Jahres ist es nun lt. §14a Abs. 5 UStG Pflicht, auf solchen Rechnungen den Zusatz „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ anzubringen. Gleichzeitig darf natürlich weder ein Steuersatz noch eine Umsatzsteuer auf der Rechnung angegeben werden. Der Gesetzgeber schreibt genau diese Wortkonstellation vor.</p> <p>Gerade bei internationalen Geschäften wird häufig die englische Bezeichnung „Reverse-Charge“ angegeben. Es wird davon ausgegangen, dass die Finanzbehörden diese Bezeichnung nicht bemängeln.</p> <p>Für den Leistungsempfänger spielt es übrigens hinsichtlich des Vorsteuerabzuges keine so große Rolle, ob der vorgeschriebene Wortlaut korrekt ist. Lt. §15 Abs. 1 Nr. 5 UStG ist der Unternehmer bei sogenannten 13b-Geschäften zum Vorsteuerabzug spätestens bei der Zahlung des Betrages berechtigt. Es bleibt wohl abzuwarten, wie die Finanzbehörden Fehlverhalten bzw. fehlende oder abweichende Wortlaute ahnden werden.</p> <h3>Termin zur Rechnungsstellung bei innergemeinschaftlichen Lieferungen</h3> <p>Für innergemeinschaftliche Lieferungen hat der Gesetzgeber nun im §14a Abs. 3 UStG eine gesetzliche Frist bis zum 15. des darauffolgenden Monats nach Leistungserbringung gesetzt. Das bedeutet also, wenn eine Leistung am 30. durchgeführt wurde, muss spätestens am darauf folgenden 15. eine Rechnung gestellt werden. Auf der Rechnung ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Lieferanten und des Kunden anzugeben.</p> <p>Ein Abgleich und eine Meldung dieser Daten erfolgt über die regelmäßig zu erstellende Zusammenfassende Meldung. Darin muss jedes Unternehmen, dass innergemeinschaftliche Lieferungen durchführt, die Umsätze mit Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer der Kunden angeben. Da der Kunde in seiner Umsatzsteuervoranmeldung die Umsatzsteuer und die Vorsteuer anzugeben hat, kann hier die Richtigkeit und Vollständigkeit der Meldungen kontrolliert werden. Stellen die Finanzbehörden Abweichungen fest, wird sich sicherlich bald die nächste Umsatzsteuerprüfung anmelden.</p> <h3>Besonderheiten bei Reiseleistungen</h3> <p>Reiseleistungen unterliegen lt. §25 UStG besonderen Vorschriften. So bemisst sich die Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer in diesem Fall nicht nach dem Nettobetrag sondern an dem Differenzbetrag zwischen dem Umsatz, den der Unternehmer erzielt und den Vorleistungen, die er dafür erbracht hat.</p> <p><em>Ein Beispiel: Ein Reiseunternehmen bietet eine Ein-Tages-Fahrt zu einem Musical an. Im Reisepreis von 100 € ist die Fahrt und der Eintritt zum Musical enthalten. Für die Eintrittskarten zahlt das Reiseunternehmen 45 €. Der Unternehmer hat als Umsatzsteuer nicht 19% aus den 100 € abzuführen, sondern lediglich aus der Differenz also aus 100 € – 45 € = 55 €. </em></p> <p>Wer Rechnungen dieser Form ausstellt, hat ab sofort die Angabe „Sonderregelung für Reisebüros“ auf der Rechnung anzugeben.</p> <h3>Zusätzliche Angaben bei Differenzbesteuerungen</h3> <p>Wird bei einem Verkauf die sogenannte Differenzbesteuerung angewendet, hat der Verkäufer auf den Rechnungen künftig die Hinweise dazu anzugeben, z.B. „Gebrauchtgegenstände / Sonderregelung“, „Kunstgegenstände / Sonderregelung“ oder „Sammlungsstücke und Antiquitäten / Sonderregelung“.</p> <p>Gem. §25a UStG gibt es unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit, die Umsatzsteuer lediglich auf den Differenzbetrag zwischen Einkauf und Verkauf zu erheben.<br /><em>Ein typisches Beispiel dafür ist der Autohändler. Er kauft von einer Privatperson einen Gebrauchtwagen im Wert von 1000 € an. Diesen Wagen verkauft er für 1500 € weiter. Als Bemessungsgrundlage für den Verkauf sind in dem Fall nicht die vollen 1500 € anzusehen sondern die Differenz – also 1500 – 1000 € = 500 €. Es ist also die Umsatzsteuer aus den 500 € abzuführen.</em></p> <p>Die Differenzbesteuerung kann auch auf Kunstgegenstände, Antiquitäten oder ähnliches angewendet werden.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Mi., 20.11.2013 - 16:40</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=144&amp;2=comment&amp;3=comment" token="kGhyXRjxKgIZUFwM4OSLk4RJtCvZGBBdHZgDTVjBhOk"></drupal-render-placeholder> </section> Wed, 20 Nov 2013 15:40:20 +0000 Thilo Klemm 144 at http://www.buchhalterprofi.de Jahreswechsel – wichtige Arbeiten, die man nicht vergessen darf http://www.buchhalterprofi.de/node/142 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Jahreswechsel – wichtige Arbeiten, die man nicht vergessen darf</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Gerade zum Jahresende stehen in der Lohnbuchhaltung viele wichtige Arbeiten an. Zum einen hat der Arbeitgeber die Pflicht, bestimmte Meldungen nach außen – Krankenkassen, Finanzamt etc. – vorzunehmen, zum anderen müssen die Lohnkonten für interne Einstufungen geprüft und gegebenenfalls für das neue Jahr geändert werden.</p> <h3>Meldungen nach außen</h3> <p>Der Gesetzgeber hat zum Jahreswechsel verschiedene Fristen gesetzt, die der Arbeitgeber einzuhalten hat. Insbesondere in der Sozialversicherung wurden die Termine geändert.</p> <ul><li>Für jeden Mitarbeiter, der zum 31.12.2013 beschäftigt ist, hat der Arbeitgeber bis spätestens 15.02.2014 eine Jahresmeldung zu erstellen. Die bis vor kurzem gültige Frist bis 15.04.des Folgejahres, wurde mit Wirkung zum 01.07.2013 geändert. Bei Mitarbeitern, bei denen das Beschäftigungsverhältnis z.B. wegen Krankengeldbezug o.ä. unterbrochen ist, entfällt die Jahresmeldung, da bereits zum Unterbrechungszeitpunkt eine Meldung erstellt wurde.<br /> Für Fälle, in denen die Märzklausel zum Tragen kommt, gab es in der Vergangenheit durch die späte Abgabe kein Problem mit der Entgeltmeldung. Durch die neue Fristsetzung muss das Entgelt mit dem Meldegrund 54 (einmaliges Entgelt) gemeldet werden.</li> <li>Bis zum 28.02.2014 ist spätestens die Lohnsteuerbescheinigung für jeden Mitarbeiter, der zum 31.12.2013 beschäftigt ist, an das Finanzamt zu senden. Die Meldung enthält alle steuerlich relevanten Daten, die das Arbeitsverhältnis betreffen.</li> <li>Die Jahresmeldungen an die Berufsgenossenschaften sind ebenfalls in den ersten beiden Monaten des Folgejahres abzugeben. Es ist geplant, diese Jahresmeldung abzuschaffen und durch die Daten, die zusammen mit den Meldungen an die Sozialversicherungsträger übermittelt werden, zu ersetzen. Ein Abgleich der digital gemeldeten Daten und der tatsächlich gemeldeten Jahresbeträge hat jedoch erhebliche Abweichungen ergeben. Durch stärkere Kontrolle der DEÜV-Daten (z.B. Abgleich der BG-Mitgliedsnummer) und die vorgezogene Fristsetzung der Jahresmeldungen, sind weitere Schritte in diese Richtung unternommen worden.</li> <li>Bis 31.03.2014 ist außerdem die Meldung bezüglich der Ausgleichsabgabe abzugeben und ein gegebenenfalls fälliger Ausgleichsbetrag zu bezahlen.</li> </ul><h3>Interne Kontrollen</h3> <ul><li>Zwar entfällt mit dem spätestens im Dezember einzuführende ELStAM die jährlich neu einzufordernde Steuerkarte und die gegebenenfalls manuell zu erfassende Änderung der Steuerklassen, Kinder oder Freibeträge. Trotzdem sollten die Mitarbeiter darauf hingewiesen werden, dass die Freibeträge nun wieder jährlich – wie bis 2010 üblich – neu beantragt werden müssen. Es herrschen hierzu zwar unterschiedliche Meinungen, Anfragen beim Finanzamt haben jedoch ergeben, dass die Freibeträge bzw. Hinzurechnungsbeträge nicht jahresübergreifend übernommen werden.</li> <li>Ab 2014 entfallen die Ersatzbescheinigungen mit den Steuermerkmalen der Mitarbeiter. Es muss also nicht mehr „zweigleisig“ – Ersatzbescheinigung und ggf. ELStAM – gearbeitet werden. Trotzdem sind die Bescheinigungen bis mindestens Ende 2014 aufzubewahren.</li> <li>Hat sich die Mitarbeiterzahl geändert, muss geprüft werden, ob sich die Umlagepflicht U1 geändert hat. Bei steigender Mitarbeiterzahl entfällt die Versicherung eventuell, oder das Unternehmen wird umlagepflichtig, wenn sich die Mitarbeiter verringert haben.</li> <li>Das Jahresende ist auch die Zeit, eventuelle Umlagesätze bzw. Umlagebeiträge neu zu prüfen. Fast alle Krankenkassen bieten unterschiedliche Umlagesätze mit entsprechend unterschiedlichen Umlagebeiträgen an. Ein Wechsel ist immer nur bis zur ersten Beitragsmeldung des neuen Jahres möglich.</li> <li>Wie jedes Jahr, werden die Jahresarbeitsentgeltgrenzen auch von 2013 auf 2014 erhöht. Privat versicherte Mitarbeiter, die keine entsprechende Gehaltserhöhung erhalten, könnten durch die Anhebung der Grenze wieder krankenversicherungspflichtig werden. Die Überprüfung ist unbedingt notwendig, da hier ggf. hohe Nachzahlungen die Folge sein könnten.</li> <li>Bei privat versicherten Mitarbeitern richtet sich der AG-Zuschuss nach der Beitragsbemessungsgrenze. Auch diese wird jährlich erhöht, so dass die Höhe des AG-Zuschusses neu berechnet und berücksichtigt werden muss.</li> <li>Unter Umständen überschreiten Mitarbeiter durch Gehaltserhöhungen die Jahresarbeitsentgeltgrenze. Die Drei-Jahres-Frist, die in der Vergangenheit notwendig war, um in die private Versicherung zu wechseln, wurde 2010 mit Wirkung zum 01.01.2011 vom Gesetzgeber beschlossen.</li> <li>Zum Jahresende sollten unbedingt die Jahresverdienste der Minijobber geprüft werden. Die Minijobzentrale hat in den letzten Jahren leichte Schwankungen im Verdienst immer mehr gelockert. Trotzdem darf – ausgenommen von unvorhersehbaren Krankheitsvertretungen – das Jahresarbeitsentgelt nicht die Grenze von 5400 € überschreiten. Zwar rechnet die Minijob-Zentrale nicht nach Kalenderjahren (Januar bis Dezember), sondern nach den tatsächlichen Arbeitsjahren (z.B. Mai bis April) trotzdem ist gerade zum Jahresende ein wichtiger Zeitpunkt, die aktuellen Arbeitsverhältnisse zu prüfen.</li> <li>Arbeitnehmer, die nach der Gleitzonenregelung abgerechnet werden, müssen, ebenso wie die Minijobber, regelmäßig geprüft werden. Liegt das „regelmäßige Arbeitsentgelt“ über 850 €, darf auch für die Monate, bei denen der Verdienst unter 850 € liegt, die Gleitzonenregelung nicht angewendet werden.</li> <li>Ein wichtiger Punkt zum Jahresende ist auch die Abstimmung der Urlaubskonten. Je nach betrieblicher Verfahrensweise, verfallen nicht genommene Urlaubstage. Ein Recht darauf, dass die Urlaubstage bis März „mitgenommen“ werden können, besteht entgegen der häufig verbreiteten Meinung nur, wenn der Urlaub nicht genommen werden konnte! Für die neue Berechnung des Urlaubsanspruchs ist zu prüfen, ob sich ggf. die Arbeitszeit und somit auch der Urlaubsanspruch des Mitarbeiters geändert hat.</li> <li>Wer Lohnpfändungen vorliegen hat, sollte regelmäßig die unterhaltsberechtigten Personen prüfen, da sich dadurch die Freigrenzen verändern. Auch hier ist der Jahreswechsel ein guter Zeitpunkt.</li> </ul></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Mi., 30.10.2013 - 16:37</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=142&amp;2=comment&amp;3=comment" token="Gi91w6AaKqT9rOJRR4AYACGBRd50aonujw32eH7ykoU"></drupal-render-placeholder> </section> Wed, 30 Oct 2013 15:37:35 +0000 Thilo Klemm 142 at http://www.buchhalterprofi.de Gutschriften – Änderung in 2013 http://www.buchhalterprofi.de/node/139 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Gutschriften – Änderung in 2013</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Wer kennt das nicht – ein Kunde bestellt Ware und erhält eine Rechnung. Aufgrund einer Reklamation gibt er einen Teil der Ware zurück oder es wird ein Preisnachlass vereinbart. Über die Differenz wird eine Gutschrift erstellt. Diese simple und gängige Belegart „Gutschrift“ hat sich nun der Gesetzgeber unter die Lupe genommen, und Unsicherheit und Verwirrung im Umsatzsteuerbereich geschaffen. Das Wort „Gutschrift“ darf künftig für diese Geschäftsabläufe nicht mehr verwendet werden.</p> <h3>Die gesetzliche Änderung</h3> <p>Mit dem Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz (AmtshilfeRLUmsG), das im Juni 2013 verabschiedet wurde, ist eine Änderung im Umsatzsteuergesetz in Kraft getreten. Im §14 UStG sind auch bisher schon die Voraussetzungen über den Rechnungsinhalt festgelegt, damit die Vorsteuer abzugsfähig ist. Nun wurde dieser Abschnitt um die Nr. 10 erweitert, in der es heißt: „… in den Fällen der Ausstellung der Rechnung durch den Leistungsempfänger oder durch einen von ihm beauftragten Dritten … die Angabe „Gutschrift”“</p> <h3>Was ist nun eine Gutschrift?</h3> <p>Um die genaue Bedeutung und die Auswirkung auf die Rechnungslegung zu verstehen, muss man sich erst im Klaren sein, welcher Vorgang denn damit gemeint ist.</p> <p>Die Vorschrift bezieht sich auf den Beleg, den der Leistungsempfänger ausstellt. Der Kunde erstellt dem Lieferanten oder einem Dritten eine Gutschrift, statt der herkömmlichen Rechnung. Diesen Vorgang findet man in vielen Bereichen, etwa wenn dem Handelsvertreter über die Provision eine Gutschrift erstellt wird. Auch viele große Firmen sind dazu übergegangen, Gutschriften über die empfangenen Leistungen zu erstellen, statt Eingangsrechnungen abzuwarten.</p> <p>In Klartext bedeutet die Gesetzesänderung, dass solche Belege – also Abrechnungen, die der Kunde dem Lieferant oder einen Dritten ausstellt – das Wort „Gutschrift“ enthalten muss, damit der Aussteller zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. Soll der Beleg einem Unternehmen im Ausland zugestellt werden, könnte die Bezeichnung auch „self billing invoice“ lauten. Leider gehen hierzu die Meinungen bereits auseinander. Aufgrund der derzeitigen Unsicherheit raten einige Fachleute trotzdem das Wort „Gutschrift“ – evtl. in Klammern gesetzt – anzufügen. Es ist voraussehbar, dass bei Betriebsprüfungen genau geprüft wird, ob gerade in der Anfangszeit der Gesetzesänderung diese Vorschrift eingehalten wurde. Falls nicht können empfindliche Nachzahlungen die Folge sein.</p> <h3>Was ist nun mit der „klassischen“ Gutschrift?</h3> <p>Die Gutschrift, die aufgrund Reklamationen oder Wertberichtigungen ausgestellt wird, ist keine Gutschrift im Sinne dieses Gesetzestextes. Experten schlussfolgern daraus, dass das Wort „Gutschrift“ dafür nicht mehr verwendet werden darf. Vielmehr sollte der Beleg als „Rechnungskorrektur“, „Rechnungsberichtigung“ oder ähnliches bezeichnet werden. Das schafft sicherlich erst einmal Verwirrung und Erklärungsbedarf beim Empfänger des Beleges.</p> <p>Es gibt auch Beiträge von Fachleuten, die diese strikte Auslegung des Gesetzestextes nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich ist die Gesetzesänderung noch so jung, dass hierzu noch keine verbindliche Aussage getroffen werden kann. Letztendlich werden wohl BFH-Entscheidungen die genauen Auslegungen zeigen.</p> <h3>Wie soll jetzt verfahren werden</h3> <p>Um sicher zu sein, dass nach Jahren keine unliebsamen Steuernachzahlungen folgen,</p> <ul><li><u>müssen</u> Belege, die der Kunde dem Lieferanten bzw. einen Dritten ausstellt, das Wort „Gutschrift“ enthalten,</li> <li><u>sollten</u> Belege, die typische Rechnungskorrekturen, Preisnachlässe, Warenrückgaben sind, nicht mehr als „Gutschrift“ sondern als Rechnungsberichtigung oder Rechnungskorrektur bezeichnet werden.</li> </ul></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Mo., 16.09.2013 - 16:34</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=139&amp;2=comment&amp;3=comment" token="REh-0mTL7BHRnYDupBf9kgDOKL8azQOfgWXBk68r2Cw"></drupal-render-placeholder> </section> Mon, 16 Sep 2013 14:34:11 +0000 Thilo Klemm 139 at http://www.buchhalterprofi.de Warenwirtschaftssystem und Buchhaltung http://www.buchhalterprofi.de/node/138 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Warenwirtschaftssystem und Buchhaltung</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Warenwirtschaftssysteme (WWS) sind aus modernen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Dabei handelt es sich um eine Software, die Waren- und Dienstleistungsströme erfasst und auswertet. Das bedeutet, in dem Programm werden Artikel, Kunden, Lieferanten und auch Vertreter verwaltet werden. Sowohl die Artikelbestellung, die Auftragsverwaltung und auch die Verkaufsabwicklung einschließlich der Rechnungserstellung sind Teil eines WWS.</p> <h3>Warenwirtschaftssysteme sind fast überall einsetzbar</h3> <p>Kern eines WWS ist die Lagerhaltung und die Artikelverwaltung. So kann jeder Artikel – oder auch jede Dienstleistung – erfasst werden. Mit der Hinterlegung der Preise von Lieferanten oder Subunternehmer können Bestellungen erstellt und nachvollzogen werden. Aufgrund dieser Bestellungen können Wareneingänge verbucht werden, die sich auf den Lagerbestand auswirken. Das gleiche gilt für Aufträge und Bestellungen, die sich bei der Rechnungserstellung mindernd auf den Lagerbestand auswirken.</p> <p>Durch die gebündelte Speicherung dieser Vorgänge erhält man einen sofortigen Überblick über die unterschiedlichsten Punkte:</p> <ul><li>Bei Artikel sind Lagerbestand, durchschnittliche Einkaufspreise, Umschlaghäufigkeit bzw. Verkaufszahlen, und einiges mehr ablesbar. Die Inventurerstellung mit Zahlen für die Buchhaltung wird daher sehr erleichtert.</li> <li>In Bezug auf Lieferanten können Auswertungen über Preise, Lieferzuverlässigkeit Zahlungskonditionen, Umsatzgrößen etc. erstellt werden.</li> <li>Kunden können hinsichtlich Umsätze, A-B-C-Klassifizierungen, vertreterbezogene Auswertungen, bevorzugte Artikelgruppen oder ähnliches dargestellt werden.</li> </ul><p>Gerade die Artikelverwaltung hat sich hinsichtlich des immer mehr steigenden Online-Handels, dem immer schnelleren Umschlag, dem erhöhten Wettbewerbsdruck und den damit verbundenen niedrigeren Margen zu einem äußerst wichtigen Bereich entwickelt. Softwarehersteller reagieren darauf, und bieten häufig die Integrierbarkeit von Online-Portalen in das Warenwirtschaftssystem an. Gerade der kleine Online-Händler, der mit wenig Personal viel Waren umschlagen möchte, und trotzdem den Lagerbestand, die Bestellzeitpunkte, und die Auftragsabwicklung optimieren muss, findet in einem WWS einen großen Helfer.</p> <h3>Ersetzt das WWS das Buchhaltungsprogramm</h3> <p>Der Ablauf in einer Warenwirtschaftssystem endet in der Regel mit der Rechnungsstellung. Das kann sowohl die Eingangsrechnung des Lieferanten, als auch die Ausgangsrechnung an den Kunden sein. In einigen Fällen gibt es einen angrenzenden Bereich der OP-Verwaltung und der Möglichkeit zur Erstellung von Mahnungen. Wer also lediglich diese Bereiche selbst abdecken möchte und alle anderen Buchungen extern vornehmen lässt, findet mit einer solchen Version eine ideale Lösung.</p> <p>Die eigentliche Buchhaltung kann ein Warenwirtschaftssystem nicht. Die unterschiedlichen umsatzsteuerlichen Behandlungen müssen zwar im Warenwirtschaftssystem abgedeckt werden, da ansonsten keine korrekte Rechnungsstellung möglich ist, allerdings besteht die Buchhaltung aus viel mehr als nur Wareneingänge und Warenausgänge.</p> <h3>Übertrag in die Buchhaltungssoftware</h3> <p>Die Übernahme der im WWS gebuchten Rechnungen an die Buchhaltung erfolgt mittels einer Schnittstelle zwischen den beiden Programmen. Werden beide Systeme vom gleichen Hersteller verwendet, ist die Schnittstelle häufig gar nicht sichtbar. Tatsächlich müssen aber auch hier die Daten aus dem WWS in die Buchhaltung übertragen werden. Wird im WWS bei der Rechnungsverbuchung hauptsächlich der Lagerbestand plus oder minus und der Umsatz beim Kunden bzw. beim Lieferanten gebucht, findet sich in der Buchhaltung dieser Vorgang als Forderung an Erlös, oder als Aufwand an Verbindlichkeit wieder. Zusätzlich muss die Umsatz- bzw. die Vorsteuer gebucht werden.</p> <p>Für diesen Datenaustausch gibt es Standardschnittstellen. Das bedeutet, mit einem Export der Daten werden Dateien z.B. im csv, xml, txt Format erstellt und im Buchhaltungsprogramm eingelesen. Dieses Einlesen von externen Daten kann mittlerweile fast jedes Buchhaltungsprogramm, und dürfte keine großen Probleme darstellen.</p> <h3>Wichtige Punkte zur Entscheidungsfindung</h3> <p>Warenwirtschaftssysteme gibt es in den unterschiedlichsten Preisklassen, beginnend im dreistelligen Bereich bis zu ganz großen ERP-Systemen mit Preisen, die nach oben offen sind. Um hier nicht den Überblick zu verlieren, sollte genau überlegt werden, welche Komponenten wirklich wichtig sind. Bei groß angelegter Software, bei der nur ein Bruchteil tatsächlich genutzt wird, häufen sich schnell Anschaffungs- und laufende Wartungspreise die in keinem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen. Wer sich allerdings ein sehr kleines, in sich abgeschlossenes System anschafft, kann schnell an die Grenzen stoßen. Nach zwei, drei Jahren das Programm wieder zu wechseln, da es zu klein geworden ist, kostet viel Zeit und Geld – auch das sollte überlegt werden. Es lohnt sich also, über den Tellerrand zu sehen.</p> <p>Viele Softwareherstellen bieten Demo-Versionen an, anhand derer man den Umfang und die Möglichkeiten testen kann. Grundsätzlich gilt – ein Warenwirtschaftssystem muss zum Betrieb passen – ein intensiver Vergleich lohnt sich daher.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Fr., 06.09.2013 - 16:32</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=138&amp;2=comment&amp;3=comment" token="nIaFLnLhuMdzGXHOU9dWh9I_4L0DR0Bwu6FnuvMl_-U"></drupal-render-placeholder> </section> Fri, 06 Sep 2013 14:32:59 +0000 Thilo Klemm 138 at http://www.buchhalterprofi.de Grundsätzliches zur E-Bilanz http://www.buchhalterprofi.de/node/126 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Grundsätzliches zur E-Bilanz</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>„E-Bilanz“ – immer wieder hört man dieses Wort, und doch ist es vielen noch völlig fremd. Allerdings sollte sich jedes Unternehmen – egal ob es den Jahresabschluss vom Steuerberater durchführen lässt oder selbst erstellt – damit beschäftigen.</p> <h3>Was ist die die E-Bilanz</h3> <p>Hinter der Bezeichnung steckt lediglich die Verpflichtung, die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlust-Rechnung künftig nicht mehr in Papierform, sondern in elektronischer Form beim Finanzamt einzureichen. Die gesetzliche Grundlage dafür findet sich im §5b Abs. 1 EStG. Das Gesetz soll bereits für die Bilanzen anzuwenden sein, die für Wirtschaftsjahre nach 2010 erstellt werden. Es wurde jedoch mit einer gewissen Übergangsregelung gearbeitet, so dass nun endgültig für die Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2012 beginnen, die elektronische Form verpflichtend ist.</p> <p>Nicht alle Unternehmen sind aber davon betroffen. Lediglich Unternehmen, die verpflichtet sind, Bilanzen zu erstellen, oder diese freiwillig aufstellen, müssen die elektronische Form verwenden. Wer bei seinen Gewinn nach der Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittelt, kann seine Unterlagen also nach wie vor in Papierform beim Finanzamt einreichen.</p> <h3>Was wird übermittelt</h3> <p>Zum einen werden die Stammdaten des Unternehmens übermittelt – man spricht hier vom „Stammdatenmodul“. Dieser Bereich umfasst die Informationen zum Unternehmen einschließlich der Gesellschafter, sowie näheres zu den übermittelten Daten.</p> <p>Der zweite Bereich – man spricht vom „Jahresabschlussmodul“ – enthält die eigentlichen Zahlenwerke, wie Bilanz und Gewinn- und Verlust-Rechnung. Es besteht die Möglichkeit, eine Steuerbilanz zu übermitteln oder eine Handelsbilanz mit Überleitungsrechnung. Damit soll vermieden werden, dass Unternehmen, die keine getrennte Handels- und Steuerbilanz erstellen, durch die E-Bilanz nicht dazu gezwungen werden. Außerdem ist eine Ergebnisverwendungsrechnung und bei Personengesellschaften eine Kapitalkontenentwicklung mit zu senden.</p> <p>Der Gesetzgeber hat hinsichtlich der Form der Übermittlung verschiedene Taxonomien veröffentlicht. Darunter versteht man ein Gliederungsschema. Es gibt verschiedene Taxonomien: die Kerntaxonomie sowie Spezial- oder Ergänzungstaxonomien, die lediglich für bestimmte Branchen wie Versicherungsunternehmen, Krankenhäuser etc. nötig sind.</p> <p>Diese Gliederungen geben keine Kontenrahmen vor, sondern lediglich die Gliederungstiefe der einzelnen Abschnitte. Bereits im HGB gibt es unter § 266 bzw. § 275 konkrete Gliederungsvorschriften, die insbesondere Kapitalgesellschaften einzuhalten haben. Die Taxonomien für die E-Bilanz sind an diese Gliederung angelehnt, gehen allerdings in manchen Punkten viel tiefer. Gerade im Bereich der Beteiligungen schreibt der Gesetzgeber bei der E-Bilanz detailliertere Angaben vor, als es das HGB vorsieht. Damit soll die Transparenz der Jahresabschlüsse erhöht werden.</p> <p>Aber auch bei den Umsätzen und Aufwendungen wünscht sich der Gesetzgeber genauere Informationen. So sollen zum Beispiel die Umsatzerlöse und die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe getrennt nach deren Umsatzsteuerberechnung angegeben werden. Die meisten Unternehmen buchen die Erlöse bereits nach den unterschiedlichen Besteuerungsarten, z.B. 19% oder 7% Umsatzsteuer, Umsatzsteuer nach §13b, oder eig. Lieferungen mit bzw. ohne USt.-ID usw., da die unterschiedlichen Umsätze bereits in der Umsatzsteuererklärung separat ausgewiesen werden müssen. Bei den Aufwendungen wird häufig nicht so detailliert gebucht. Hier unterscheidet man in der Regel nicht nach Vorsteuerkriterien, sondern nach Art des Einkaufs, wie z.B. Einkauf Rohstoffe, Einkauf Hilfsstoffe etc.</p> <h3>Was muss geändert werden</h3> <p>Der Gesetzgeber hat darauf hingewiesen, dass das Buchungsverhalten nicht geändert werden muss. Wer zum Beispiel seine Einkäufe auch weiterhin nicht getrennt nach den Umsatzsteuervorfällen buchen möchte, kann in der E-Bilanz einen Auffangposten nutzen. In der gesamten Gliederung sind bei den einzelnen Gruppen Auffangposten eingefügt, damit die Zahlen, die nicht konkret zugeordnet werden, dort eingesetzt werden können.</p> <p>Ob und in welchen Zeitraum geplant ist, diese Auffangposten aus der Taxonomie verschwinden zu lassen, ist nicht genau bekannt. Es gab Gespräche, dass die Auffangposten lediglich 3 -5 Jahre in der Gliederung enthalten sein dürfen, und danach die Unternehmen die Zuordnungen eindeutig durchführen müssen Andererseits gab es auch Aussagen, dass es keinen konkreten Zeitplan für die Abschaffung der Auffangposten gibt. Das würde bedeuten, dass die Unternehmen nicht dazu gezwungen werden, die differenzierte Buchung nach der E-Bilanz-Gliederung vornehmen zu müssen. Eine genaue und verbindliche Aussage dazu steht allerdings aus.</p> <p>In jedem Fall dürfte es den Finanzbehörden nicht positiv auffallen, wenn Unternehmen wenige Detailangaben und viele Auffangposten nutzen. Im Hinblick auf ein positives Miteinander mit den Finanzbehörden, sollten sich die Unternehmen überlegen, welche Änderungen in der Buchhaltung nötig und möglich sind, um bereits im laufenden Jahr die Vorgänge entsprechend zu buchen.</p> <p>Wer den an den DATEV-Kontenrahmen angelehnten SKR 03 bzw. SKR 04 verwendet, findet seit 2013 neue Konten vor, die hinsichtlich der neuen Gliederung notwendig waren.</p> <p>Die E-Bilanz ist also keine „Hexerei“. Um unnötige Kosten und Aufwand beim Jahresabschluss zu vermeiden, sollte sich jedoch jedes Unternehmen Gedanken dazu machen, wie detailliert die Angaben in der E-Bilanz übermittelt werden sollen, und ob dazu unter Umständen Änderungen bei einzelnen Buchungen nötig sind. In jedem Fall sollte das Thema mit dem Steuerberater besprochen werden.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">So., 04.08.2013 - 16:00</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=126&amp;2=comment&amp;3=comment" token="LEehDWKSWe6BBXgy00jSNx54SfvFvdGRX04swL48a9M"></drupal-render-placeholder> </section> Sun, 04 Aug 2013 14:00:52 +0000 Thilo Klemm 126 at http://www.buchhalterprofi.de http://www.buchhalterprofi.de/node/126#comments Geschenke oder Aufmerksamkeit – Unterschied in der steuerlichen Behandlung http://www.buchhalterprofi.de/node/132 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Geschenke oder Aufmerksamkeit – Unterschied in der steuerlichen Behandlung</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Geschenke oder kleine Aufmerksamkeiten gegenüber Geschäftspartnern sind mittlerweile selbstverständlich im Geschäftsleben geworden. Der Gesetzgeber hat allerdings hinsichtlich des Umfangs dieser Geschenke klare Regeln festgelegt. Als Unternehmer sollte man diese Grenzen unbedingt kennen, damit man bei einer Betriebsprüfung nicht unangenehme Steuernachzahlungen zu befürchten hat.</p> <h3>Geschenke an befreundete Unternehmen</h3> <p>Das Einkommensteuergesetz §4 Abs. 5 Nr. 1 schreibt vor, dass Geschenke nicht steuerlich absetzbar sind, außer die Anschaffungskosten liegen unter 35 €. Die Formulierung ist eindeutig dahingehend, dass Geschenke, die teurer als 35 € sind, gar nicht absetzbar sind. Bei den 35 € handelt es sich also nicht um einen Freibetrag sondern um eine Freigrenze.</p> <p>Der angegebene Wert von 35 € bedeutet außerdem für umsatzsteuerpflichtige Unternehmen der Nettowert. Das heißtt, kauft ein Unternehmen ein Geschenk für 41 € und ist es zum Vorsteuerabzug berechtigt, so beträgt der Anschaffungswert 34,45 € und ist somit voll als Betriebsausgabe absetzbar. Würde ein Kleinunternehmer der nach § 19 UStG von der Umsatzsteuer befreit ist, das gleiche Geschenk einkaufen, würde der Anschaffungswert bei 41 € liegen, und wäre somit gar nicht als Betriebsausgabe anzusehen.</p> <p>Eine weitere Einschränkung besteht darin, dass sich die 35 € als Summe aus allen Geschenken, die ein Unternehmer während eines Geschäftsjahres erhält, versteht. Würde man also dem Geschäftspartner als Dank für einen gelungen Geschäftsabschluss ein Geschenk im Wert von 20 € überreichen, und als Weihnachtsgeschenk das ebenfalls 20 € teure Geschenk überreichen, so würde die Summe bei 40 € liegen, so dass beide Geschenke nicht absetzbar sind!</p> <p>Für die Absetzbarkeit ist übrigens wichtig, dass der Beleg die entsprechenden Angaben enthält. So muss vermerkt werden, wem und zu welchem Anlass das Geschenk überreicht wurde.</p> <h3>Geschenke an Arbeitnehmer</h3> <p>Bei Geschenken an Arbeitnehmer gelten andere steuerliche Richtlinien. Man spricht in diesem Zusammenhang von sogenannten Sachzuwendungen, die als Teil der Entlohnung zu betrachten sind, und der Lohnsteuer unterliegen. Laut R 19.6 Abs. 1 LStR sind Sachzuwendungen die „… im gesellschaftlichen Verkehr üblicherweise ausgetauscht werden …“ und 40 € nicht überschreiten, als Aufmerksamkeiten zu betrachten und unterliegen nicht der Besteuerung. Damit sind zum Beispiel Blumen oder kleine Präsente zum Geburtstag, zum Firmenjubiläum, zur Hochzeit oder ähnliches gemeint. Würde ein Arbeitgeber aus Freude an seiner eigenen Hochzeit allen weiblichen Mitarbeiterinnen einen kleinen Blumenstrauß im Wert von 15 € überreichen, so würde es sich nicht um eine Aufmerksamkeit in diesem Sinne handeln. Die 40 € Freigrenze greift hier also nicht.</p> <p>Liegt der Wert eines Geschenkes unter 44 €, so kommt bei einem Mitarbeiter die Freigrenze lt. §8 Abs. 2 S. 9 EStG zur Anwendung. Danach brauchen Sachzuwendungen bis maximal 44 € nicht als Einkommen versteuert werden. Der Betrag ist die Summe aller Sachzuwendungen in einem Kalendermonat. Der oben erwähnte Blumenstrauß an die einzelnen weiblichen Mitarbeiterinnen brauchen diese also trotzdem nicht versteuern, da der Wert von 44 € nicht erreicht wird.</p> <p>Erst wenn die Summe der Geschenke 44 € übersteigt, also zu dem oben erwähnten Blumenstrauß noch ein Tankgutschein von 30 € überreicht wird, sind beide (!) Geschenke als Einkommen bei Arbeitnehmer zu versteuern. Der Arbeitgeber kann – unabhängig von den erwähnten steuerlichen Behandlungen – die Ausgaben immer als Betriebsausgabe absetzen.</p> <h3>Aufmerksamkeiten</h3> <p>Gegenüber Geschäftspartnern spricht mach von Aufmerksamkeiten, sofern es sich um sogenannte Streuartikel handelt. Darunter sind die kleinen Werbegeschenke gemeint, die oft in Masse angegeben werden und kein konkreter Name zuzuordnen ist. Ein Unternehmen lässt zum Beispiel Kugelschreiber, kleine Taschenkalender und Notizblöcke mit der Firmenaufschrift bedrucken. Der Preis der Artikel liegt zwischen 1 € und 2 €. Es handelt sich zwar um Werbemittel aber mit der Übergabe an den Geschäftspartner handelt es sich auch um ein Geschenk. Die 35 €-Grenze wird nicht überschritten, daher besteht kein Problem, diese als Betriebsausgabe anzusetzen. Allerdings wird es hier schwierig, alle Namen und Anlässe für die Geschenkübergabe aufzuzeichnen.</p> <p>Laut BMF-Schreiben vom 29. April 2008, wird die Grenze für diese Streuwerbeartikel auf 10 € pro Artikel festgelegt. Ein dekorativ gestalteter Wandkalender für 11 € kann also nicht mehr als Streuartikel gesehen werden, so dass die Verteilung einzeln nachgewiesen werden muss, ggf. mit anderen Geschenken an den Kunden summiert werden und die 35 € Grenze zu prüfen ist.</p> <p>Gegenüber Arbeitnehmern gestalten sich die Aufmerksamkeiten etwas anders. Natürlich sind auch hier die Streuwerbeartikel steuerfrei – schon aus der Tatsache heraus, dass bei diesen Artikeln gar nicht aufgezeichnet wird, wer diese erhält. Daneben gelten aber auch Getränke oder kleine Snacks, die bei einem Meeting gereicht werden, als Aufmerksamkeit. Schwierig wird die Grenze gerade beim Thema Essen und Getränke. So ist eine Glas Saft, ein Sandwich und ein Kaffee während einer Besprechung eine Aufmerksamkeit, das Gleiche wäre aber bei einer kostenlosen Abgabe in der Kantine eine Verpflegung und müsste als geldwerter Vorteil versteuert werden.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Di., 16.07.2013 - 16:25</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=132&amp;2=comment&amp;3=comment" token="gTCEJizV7DWgsOolMviGK_yn59qAj5im10KI1NSVj5g"></drupal-render-placeholder> </section> Tue, 16 Jul 2013 14:25:10 +0000 Thilo Klemm 132 at http://www.buchhalterprofi.de Eigenbeleg – als Betriebsausgabe anerkannt? http://www.buchhalterprofi.de/node/131 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Eigenbeleg – als Betriebsausgabe anerkannt?</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>In der Buchhaltung gilt das ungeschriebene Gesetz „keine Buchung ohne Beleg“. Was einfach und selbstverständlich klingt, ist manchmal ein Problem, da kein Beleg vorhanden ist. In dieser Situation hilft ein sogenannter Eigenbeleg. Der Gesetzgeber schreibt nicht vor, dass eine Betriebsausgabe durch einen externen Beleg nachgewiesen werden muss, vielmehr besteht durch das Fehlen eines Beleges die Nachweispflicht, dass tatsächlich eine Ausgabe entstanden ist. Die Finanzbehörden werden daher Eigenbelege nur als Notlösung und nicht für jede Ausgabe anerkennen.</p> <h3>Wann benötigt man einen Eigenbeleg?</h3> <p>Nicht jede Ausgabe können Sie durch einen Eigenbeleg nachweisen. Zwar gibt es keine Grenze dafür, bis zu welcher Höhe der Beleg anerkannt wird, bei größeren Ausgaben gibt es jedoch meistens die Möglichkeit, einen Ersatzbeleg zu beschaffen. Insgesamt kann man sagen, je ordentlicher die gesamte Buchhaltung ist, und je nachvollziehbarer der Grund für das Fehlen eines Beleges ist, desto wahrscheinlicher ist es, das Finanzamt den Beleg akzeptiert.</p> <p>Die Gründe für das Ausstellen eines Eigenbeleges können unterschiedlich sein:</p> <ul><li>Der Beleg ging verloren.</li> <li>Es wurde kein Beleg ausgestellt, z.B. Parkgebühr, Telefonzelle, Trinkgeld etc..</li> <li>private Einlagen oder Entnahmen, z.B. Geld oder Gegenstände,</li> <li>Reisekostenabrechnungen, z.B. nur pauschale Verpflegungsmehraufwendungen,</li> <li>interne Belege, z.B. Lagerdifferenzen, außerplanmäßige Abschreibung bei Defekt, Abgrenzungsbuchungen oder ähnliches</li> </ul><p>Während für die letzten drei Punkte keine Mittel nach „außen abfließen“, also in der Regel kein Dritter beteiligt ist und demnach auch kein Dritter einen Beleg ausstellen kann, ist bei den ersten beiden Fällen der Eigenbeleg nur eine Notlösung.</p> <p>Kleinbeträge, für die in der Regel keine Quittung ausgestellt wird, erkennt das Finanzamt meistens problemlos an. Trinkgelder oder Gebühren für Garderoben sind sogar ausdrücklich im <a href="http://www.steuerlinks.de/richtlinie/estr-2005/r4.10.html">R4.10 Abs. 5 EStR</a> aufgeführt, sofern Sie im Zusammenhang mit einer Bewirtung stehen. Zahlt man zum Beispiel in einem Lokal bei einer Rechnung von 65 € zusätzlich 5 € Trinkgeld, so können diese 5 € anhand eines Eigenbeleges zusammen mit den Bewirtungskosten verbucht werden.</p> <p>In Fällen, in denen der Beleg nicht mehr auffindbar ist, wird das Finanzamt sicherlich genauer hinsehen. Häufig können Kopien nochmal angefordert werden, so dass gar kein Eigenbeleg notwendig ist. Das kommt natürlich auf den einzelnen Fall an. Wird zum Beispiel bei einer Dienstreise ein Stadtplan benötigt, oder werden Briefe an das Unternehmen geschickt, und der Beleg ist nicht mehr auffindbar, wird bei einer Betriebsprüfung der Beleg in der Regel anerkannt, wenn der Zusammenhang mit der Dienstreise und die Notwendigkeit nachgewiesen ist.</p> <h3>Wie muss ein Eigenbeleg aussehen</h3> <p>Damit der Beleg akzeptiert und die betriebliche Veranlassung nachgewiesen werden kann, müssen bestimmte Angaben gemacht werden. Diese etwa:</p> <ul><li>Zahlungsempfänger / Lieferant möglichst mit Anschrift,</li> <li>Bezeichnung und Menge der Leistung / des Produktes,</li> <li>Ausgabebetrag ( keine Rundungen, sondern genau!),</li> <li>Datum der Zahlung / Datum der Belegerstellung,</li> <li>Grund / Zweck der Ausstellung,</li> <li>Unterschrift</li> </ul><p>Die Angaben entsprechen also einem „normalen“ Beleg. Die Erstellung kann durchaus handschriftlich erfolgen, eine genaue Formvorgabe gibt es dafür nicht. Der Einfachheit halber empfiehlt es sich ein Formular zu erstellen, um keine der Angaben zu vergessen. Im Internet finden sich diverse Vorlagen, die je nach persönlicher Vorliebe verwendet oder verändert werden können. Natürlich reicht auch ein Standardformular, wie z.B. ein Quittungsblock.</p> <p>Die Beweiskraft des Eigenbeleges kann unterstützt werden, in dem Nebenbelege beigelegt werden, z.B. ein fehlender Portobeleg mit einer Kopie des Briefinhaltes (Kopie Anschreiben etc.), ein fehlender Tankbeleg mit einem Auszug aus dem Fahrtenbuch und ggf. km und Verbrauchs-Angabe, eine Parkgebühr in Verbindung mit der Bewirtung etc.. Im Zweifel sollte man sich einfach überlegen, „wie kann ich dem Finanzbeamten glaubhaft machen, dass ich diese Zahlung tatsächlich vorgenommen haben?“</p> <h3>Keine Vorsteuer bei Eigenbelegen</h3> <p>Grundsätzlich gilt für den Vorsteuerabzug, dass eine Rechnung mit den entsprechenden Angaben laut UStG vorhanden sein muss. Diese Angaben kann ein Eigenbeleg nicht enthalten, daher ist es in keinem Fall möglich, den Vorsteuerabzug vorzunehmen. Der Beleg wird in voller Höhe – also der Bruttobetrag – verbucht.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Mo., 08.07.2013 - 16:24</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=131&amp;2=comment&amp;3=comment" token="-rzhXWk28BhVlD3bVtiTi7oCtWuFX34-dVDOA3URR1g"></drupal-render-placeholder> </section> Mon, 08 Jul 2013 14:24:07 +0000 Thilo Klemm 131 at http://www.buchhalterprofi.de Reisekosten – Übernachtung http://www.buchhalterprofi.de/node/130 <span class="field field--name-title field--type-string field--label-hidden">Reisekosten – Übernachtung</span> <div class="clearfix text-formatted field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p>Verpflegungsmehraufwendungen – Was muss beachtet werden, wenn zum Beispiel Übernachtung im Hotel mit Frühstück gestellt wird u.ä.. Wenn ein Unternehmer oder ein Arbeitnehmer auswärts tätig ist – egal ob es sich um eine Dienstreise oder um eine auswärtige Tätigkeit handelt, können die Kosten, die daraus entstehen, bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei erstattet werden. Man spricht in diesen Zusammenhang von Reisekosten. Unter die Reisekosten fallen die sogenannten Verpflegungsmehraufwendungen, die Übernachtungskosten und die sonstige Kosten.</p> <h3>Verpflegungsmehraufwendungen</h3> <p>Bei den Verpflegungsmehraufwendungen sind Kosten der privaten Lebensführung gemeint – also Essen oder Getränke. Da eben solche Kosten eigentlich nicht steuerlich absetzbar sind, hat der Gesetzgeber für diese Mehrkosten Pauschalen angesetzt. Die Pauschalen sind gestaffelt nach Dauer der auswärtigen Tätigkeit. Bei über 8 Stunden Abwesenheit liegt die Pauschale bei 6 Euro, bei über 14 Stunden bei 12 Euro, und bei über 24 Stunden bei 24 Euro täglich.</p> <p>Diese Beträge können ohne Nachweis der entstandenen Kosten steuerfrei an den Arbeitnehmer oder den Unternehmer bezahlt werden. Möchte ein Unternehmer seinen Arbeitnehmern höhere Kosten für die Verpflegung ersetzen, so hat er die Möglichkeit, den gleichen Betrag aufzustocken und diesen laut § 40 Abs. 2 Nr. 4 EstG mit 25% pauschal zu versteuern.</p> <p>Beispiel: Ein Arbeitnehmer fährt morgens um 6 Uhr los und kommt um 23 Uhr wieder im Unternehmen an. Die Dienstreise dauert also 17 h, so dass lediglich ein Betrag von 12 € als Verpflegungsmehraufwendungen steuerfrei dieser erhält. Der Arbeitnehmer legt allerdings Belege in Höhe von 30 € für die tatsächlich aufgewendeten Kosten vor, die der Arbeitgeber in voller Höhe ersetzt. Bei der Abrechnung können nun 12 € steuerfrei, 12 € mit 25% pauschal versteuert und 6 € als steuer- und sozialversicherungspflichtiges Entgelt bezahlt werden. Der Arbeitgeber kann den Betrag in voller Höhe steuerlich absetzen und den Vorsteuerbetrag ziehen.</p> <p>Bei Auslandstätigkeiten gelten übrigens andere Pauschalen, die – genau wie die inländischen Sätze – das BMF jährlich neu festlegt.</p> <h3>Übernachtungskosten</h3> <p>Bei den Übernachtungskosten ist zu unterscheiden zwischen Pauschalen und den tatsächlich entstandenen Kosten. Anders als bei den Verpflegungsmehraufwendungen können die Übernachtungskosten nämlich in voller Höhe steuerfrei ersetzt werden.</p> <p><strong>Übernachtung ohne Beleg</strong><br /> Laut R9.7 Abs. 3 der LStR können pro Übernachtung 20 € pauschal ohne Beleg ersetzt werden. Diese Pauschale gilt allerdings nur, wenn die Übernachtung nicht in einem Fahrzeug – z.B. Fernfahrer im LKW – oder im Zug – z.B. im Schlafwagen – stattgefunden hat. Bei der Reiseabrechnung ist daher unbedingt darauf zu achten, dass die Abfahrts- und Ankunftszeiten entsprechend schlüssig sind.</p> <p><strong>Übernachtung mit Beleg – Besonderheiten</strong><br /> Liegt ein entsprechender Beleg vor, kann die volle Höhe steuerfrei erstattet werden. Ein wichtiger Punkt dabei sind allerdings das Frühstück und die Nebenkosten, die bei einer Übernachtung anfallen. Die einzelnen Posten müssen gegebenenfalls separat beurteilt werden, ob eine steuerfreie Erstattung möglich ist.</p> <p><em>Beispiel 1</em>: Ein Arbeitnehmer übernachtet in einem Hotel und erhält eine Rechnung mit 40 € für Übernachtung und 10 € Frühstück. Da das Frühstück unter die Verpflegung fällt, können diese Kosten nicht steuerfrei ersetzt werden. Vielmehr werden die Kosten durch die Verpflegungsmehraufwendungen erfasst. Möchte der Arbeitgeber zusätzlich zu der Tagespauschale für die Verpflegung den Hotelbetrag voll erstatten, hätte er die Möglichkeit, 40 € für die Übernachtung steuerfrei und die 10 € für das Frühstück mit 25% pauschal versteuert abzurechnen.</p> <p><em>Beispiel 2</em>: Der Arbeitnehmer erhält eine Rechnung für 50 € inkl. Frühstück. Der Wert des Frühstücks wird nicht explizit aufgeführt. In diesem Fall ist der Wert des Frühstücks zu „schätzen“. Anerkannt ist das Verfahren, dass 20% der Tagespauschale der Verpflegungsmehraufwendungen für das Frühstück anfallen. Bei einer Tagespauschale von 24 € sind das 4,80 €, die für das Frühstück gerechnet werden. Dieser Betrag ist von der Hotelrechnung abzuziehen. Der Arbeitgeber kann also 45,20 € steuerfrei für die Übernachtung erstatten und 4,80 € mit 25% pauschal versteuern.</p> <p><em>Beispiel 3</em>: Auf der Hotelrechnung sind neben den 50 € wie in Beispiel 1, noch 10 € Parkgebühr und 10 € für die Zimmerbar aufgelistet. Hier muss zwischen den einzelnen Positionen unterschieden werden. Die Parkgebühr kann in voller Höhe steuerfrei ersetzt werden, da sie Fahrzeugkosten darstellen. Die Kosten für die Zimmerbar hingegen sind Kosten der Verpflegung bzw. privaten Lebensführung und fallen demnach unter die Verpflegungspauschale. Sie können, ebenso wie die ausgewiesenen Kosten für das Frühstück, nicht steuerfrei erstattet werden.</p> <p>Wichtig für jede Reise ist übrigens eine Reisekostenabrechnung. Nur so kann genau nachvollzogen werden. – wer – wann – warum – wohin gefahren ist. Auch wenn es sich lediglich um einen Eigenbeleg handelt, ist er ein notwendiger Beleg für die Buchhaltung.</p></div> <span class="field field--name-uid field--type-entity-reference field--label-hidden"><span lang="" about="/user/21" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Thilo Klemm</span></span> <span class="field field--name-created field--type-created field--label-hidden">Di., 02.07.2013 - 16:22</span> <section class="field field--name-comment field--type-comment field--label-above comment-wrapper"> <h2 class="title comment-form__title">Neuen Kommentar hinzufügen</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=130&amp;2=comment&amp;3=comment" token="NWcf-8TCY2KsWPDJQiStJOK_g5y-dKRde_qUH0SRpVA"></drupal-render-placeholder> </section> Tue, 02 Jul 2013 14:22:41 +0000 Thilo Klemm 130 at http://www.buchhalterprofi.de http://www.buchhalterprofi.de/node/130#comments